Wanderungssaldo von Ost- nach Westdeutschland ändert sich wenig

Die neuen Bundesländer verloren also per Saldo rund 51 000 Personen durch Abwanderung (2007: 54 800). Damit schwächte sich die Wanderung von Ost- nach Westdeutschland wieder leicht ab, nachdem in den Jahren 2006 und 2007 ein geringfügiger Anstieg zu verzeichnen war. Berlin bleibt bei dieser Betrachtung unberücksichtigt, weil sich die Umzüge nicht mehr nach Berlin-West und Berlin-Ost trennen lassen.

Zu den Hauptzielländern im Westen zählten im letzten Jahr Bayern mit 30 300 Personen oder 22% der Fortzüge aus Ostdeutschland, Niedersachsen mit 22 300 (16%), Baden-Württemberg mit 21 000 (15%) und Nordrhein-Westfalen mit 20 800 (15%).

Die meisten der aus Ost- nach Westdeutschland Gezogenen kamen aus Sachsen mit 37 700 (28% der Fortzüge) und die wenigsten aus Brandenburg mit 20 100 (15% der Fortzüge). Besonders interessant ist die Zahl der Fortzüge in Beziehung zu der dort lebenden Bevölkerung: Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahlen war die Abwanderung am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern (1,5% der dort lebenden Bevölkerung beziehungsweise 24 900 Personen) gefolgt von Thüringen (1,2% beziehungsweise 26 700 Personen) und Sachsen-Anhalt (1,1% beziehungsweise 27 200 Personen).

Seit der Wiedervereinigung hat es in jedem Jahr Abwanderungsverluste der neuen Bundesländer gegenüber den alten Ländern gegeben. Von einem Höchststand im Jahr 1991 mit 165 400 Personen ging der Wanderungssaldo zunächst zurück und erreichte 1996 mit 24 900 Personen einen Tiefststand. Danach erhöhte sich der Saldo wieder bis auf 97 600 Personen im Jahr 2001 und hat sich in den letzten Jahren bei einem Wert um 50 000 Personen eingependelt.

Im Jahr 2008 war der Wanderungsverlust Ostdeutschlands bei Frauen und Männern mit je 25 500 Personen nahezu gleich. Zuvor verzeichneten die Frauen in sämtlichen Jahren seit der Wiedervereinigung einen höheren Wanderungsverlust als die Männer.

Weitere Auskünfte gibt:
Martin Conrad,
Telefon: (0611) 75-2358,
E-Mail: wanderungen@destatis.de

Ansprechpartner für Medien

Martin Conrad Statistisches Bundesamt

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