Rund 215 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft im Jahr 2008

Mit 120,5 Milliarden Euro entfiel der größte Teil der Ausgaben im Jahr 2008 auf die Erstausbildung in Kindergärten, Schulen und Hochschulen (einschließlich Hochschulausgaben für Forschung und Entwicklung) sowie auf die duale Ausbildung. Die Ausgaben für Bildungsförderung und die Käufe der privaten Haushalte von Bildungsgütern betrugen 17,4 Milliarden Euro.

Auf die Bereiche Weiterbildung, Jugendarbeit, Krippen, Horte und dergleichen, die von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit), der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) und von Eurostat nicht in den internationalen Vergleich der Bildungsausgabeneinbezogen werden, entfielen 17,1 Milliarden Euro.

Für Forschung und Entwicklung wandten Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 55,4 Milliarden Euro auf, während die Ausgaben für die Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur 4,9 Milliarden Euro betrugen.

Angaben über die Finanzierungsstruktur liegen für das Jahr 2007 vor. Von insgesamt 204,1 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft finanzierten die öffentlichen Haushalte rund 64% der Ausgaben (Bund: 12%, Länder: 40%, Kommunen: 12%), während vom privaten Bereich rund 35% und vom Ausland rund 1% zur Verfügung gestellt wurden. Bezogen auf die Bildungsausgabenlag der Beitrag der öffentlichen Haushalte bei 79% (Bund: 11%, Länder: 53%, Kommunen: 15%). Der Anteil des privaten Bereichs und des Auslands lag bei 21%. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden dagegen zu 68% durch den privaten Bereich (Unternehmen und Organisationen ohne Erwerbszweck) finanziert.

Grundlage dieser Ergebnisse sind die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft, dem zahlreiche amtliche und nicht amtliche Datenquellen zugrunde liegen.

Weitergehende Informationen enthält die Publikation „Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft 2007/2008“, die über www.destatis.de bezogen werden kann.

Weitere Auskünfte geben:
Harald Eichstädt,
Telefon: +49 611 75 4180,
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Thomas Baumann,
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Harald Eichstädt Statistisches Bundesamt

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