Große regionale Unterschiede bei der Kindertagesbetreuung 2006

Insgesamt nahmen in Ostdeutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Eltern von fast 117 000 Kindern unter drei Jahren Angebote der Kindertagesbetreuung als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch.

Der Anteil der Kinder in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe (Betreuungsquote) belief sich somit auf durchschnittlich 39,7%. In den alten Bundesländern (ohne Berlin) lag die Betreuungsquote hingegen bei 8,0%; in Berlin betrug die Quote 37,8%.

Die höchsten Betreuungsquoten im Kreisvergleich finden sich allesamt in den ostdeutschen Bundesländern. Der höchste Wert ergab sich für den ehemaligen Saalkreis mit 57,7%; gefolgt vom Kreis Schönebeck (55,8%) und Jerichower Land (55,5%). Die für das Jahr 2013 angestrebte Betreuungsquote von 35% wurde insgesamt in 84 Kreisen Ostdeutschlands erreicht. In den alten Ländern wiesen die Universitätsstädte Heidelberg (23,3%) und Freiburg im Breisgau

(22,7%) die höchsten Quoten auf.

Die niedrigsten Betreuungsquoten wiesen zum Erhebungsstichtag 15. März 2006 der Kreis Nienburg/Weser mit 1,0%, gefolgt von Cloppenburg (1,1%) und dem Ostallgäu sowie Straubing-Bogen (jeweils 1,8%) auf.

Dies geht aus der gemeinsamen Veröffentlichung „Kindertagesbetreuung regional 2006“ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor, die einen Überblick über die Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung als Ergänzung zur Erziehung und Betreuung durch die Eltern gibt. Die Publikation ist kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen erhältlich. Sie stellt neben den Betreuungsquoten der Kinder unter drei Jahren auch Daten zur Tagesbetreuung der Kinder im Alter von drei bis unter sechs Jahren zur Verfügung.

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