Erzeugerpreise Mai 2007: + 1,9% gegenüber Mai 2006

Besonders starke Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr waren im Mai
2007 – wie schon in den vergangenen Monaten – bei einer Reihe von Vorleistungsgütern zu verzeichnen. Auffällig sind in diesem Zusammenhang die Preiserhöhungen bei Metallen und Metallerzeugnissen:

Drahtwaren verteuerten sich im Vergleich zum Mai 2006 um 19,9%, Walzstahl um 16,6%, Rohre aus Eisen oder Stahl um 11,1%, Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse um 6,3%, Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus um 2,9%. Hohe Jahresteuerungsraten auch bei anderen Vorleistungsgütern (Futtermittel für Nutztiere + 19,8%, Nadelschnittholz + 19,2%, Spanplatten + 17,1%, Sekundärrohstoffe + 13,1%, Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse + 10,4%, Glas und Glaswaren + 9,3%, chemische Grundstoffe + 4,1%, Papier-, Karton- und Pappewaren + 3,8%) führten dazu, dass sich die Preise für Vorleistungsgüter insgesamt gegenüber dem Mai 2006 um 4,8% erhöhten.

Die Energiepreise insgesamt lagen im Mai 2007 trotz eines Anstiegs gegenüber dem April um 0,7% noch leicht unter dem Niveau des Vorjahres (- 0,3%). Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen im Mai 2007 gegenüber dem Vormonat um 0,9% an, waren jedoch noch niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat (-1,8%). Im Einzelnen ergaben sich folgende Preisänderungen gegenüber dem Vormonat (beziehungsweise gegenüber Mai 2006): schweres Heizöl + 5,5% (- 15,7%), Kraftstoffe + 1,2% (+ 0,2%), Flüssiggas – 0,4% (- 1,5%), leichtes Heizöl – 1,4% (- 10,1%). Elektrischer Strom verteuerte sich im Mai 2007 gegenüber April 2007 um 2,3%, im Vergleich zum Vorjahr lagen die Strompreise damit um durchschnittlich 2,1% höher. Die Erdgaspreise sanken im Mai 2007 gegenüber April 2007 weiter (- 0,4%), im Vergleich zum Vorjahr war Erdgas um 1,3% billiger. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im Mai 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2,7% gestiegen.

Neben den bereits aufgeführten Vorleistungsgütern und Energieträgern verteuerten sich gegenüber Mai 2006 folgende Güterarten: verarbeitete Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse (+ 24,5%), Verlagserzeugnisse (+ 4,9%), Milch und Milcherzeugnisse (+ 3,3%), Maschinen (+ 2,5%), Bier (+ 2,4%), Möbel (+ 2,2%), Tabakerzeugnisse (+ 2,0%), Geräte der Elektrizitätserzeugung und -verteilung (+ 1,8%) sowie Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+ 1,3%).

Billiger als vor Jahresfrist waren dagegen Datenverarbeitungsgeräte und – einrichtungen (- 28,9%), elektronische Bauelemente (- 11,6%) sowie nachrichtentechnische Geräte und Einrichtungen (- 4,0%).

Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich im Mai 2007 vor allem die Preise für Wellpapier und -pappe (+ 6,7%), Drahtwaren (+ 4,6%), Schweinefleisch (+ 2,9%), isolierte Elektrokabel (+ 2,4%), Futtermittel für Nutztiere (+ 1,1%), organische Grundstoffe und Chemikalien (+ 1,1%), Rohre aus Eisen oder Stahl (+ 1,1%), Lastkraftwagen (+ 1,1%), Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus (+ 1,0%), Milch und Milcherzeugnisse (+ 0,9%), Walzstahl (+ 0,9%) sowie Glas- und Glaswaren (+ 0,8%). Sinkende Preise im Vergleich zum April 2007 gab es vor allem bei folgenden Erzeugnissen: Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 3,7%), Klebstoffe und Gelatine (- 3,5%), elektronische Bauelemente (- 2,3%) sowie Nadelschnittholz (- 1,1%).

Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Klaus Pötzsch,
Telefon: (0611) 75-2444,
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