Fast 2.000 Habilitationen im Jahr 2006

Im Vergleich zu 2002, als die Habilitationen (2.302) ihren Höchststand erreichten, ist allerdings ein Rückgang um 13% zu verzeichnen. Diese Entwicklung dürfte auf die Einführung der Juniorprofessur zurückzuführen sein, die einen alternativen Qualifizierungsweg zum traditionellen Habilitationsverfahren darstellt. Während es 2002 lediglich 102 Juniorprofessuren gab, wurden 2005 bereits 617 Juniorprofessuren gezählt. Im Vergleich dazu blieb die Gesamtzahl der Professorinnen und Professoren mit 37.900 von 2002 bis 2005 annähernd konstant.

Mit der Habilitation weisen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre Lehrbefähigung nach und können sich um eine Professur an Hochschulen bewerben. Wie in den Jahren zuvor wurden die meisten Habilitationsverfahren 2006 in der Fächergruppe Humanmedizin (45%) abgeschlossen. Darauf folgen die Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Mathematik, Naturwissenschaften mit jeweils 19% und die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 10%.

Der Frauenanteil bei den Habilitationen lag 2006 bei 22%. Damit sank er um 1% gegenüber dem Vorjahr. In den Sprach- und Kulturwissenschaften, die mit 38% über den höchsten Frauenanteil verfügen, war im Vergleich zu 2005 ein leichter Anstieg um zwei Prozentpunkte zu verzeichnen. Ebenso in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Hier stieg die Quote um zwei Prozentpunkte auf 20%. Dagegen sank in der Humanmedizin die Quote um zwei Prozentpunkte auf 18%. In Mathematik, Naturwissenschaften blieb der Frauenanteil bei den Habilitierten mit 19% konstant.

Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

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Thomas Feuerstein,
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