Weniger Statistikpflichten für 41 000 Handwerksunternehmen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ersetzt dann die Auswertung von Verwaltungsdaten die bisherigen vierteljährlichen Befragungen der Stichprobenunternehmen für diese Statistik vollständig.

Die Abschaffung dieser Befragungen wird die Handwerksunternehmen jährlich von Bürokratiekosten in Höhe von circa 3,3 Millionen Euro entlasten. Mit dem Artikel 4 des Gesetzes zur Vereinfachung und Anpassung statistischer Rechtsvorschriften wurde die Umstellung dieser Statistik rechtlich geregelt.

Die Entscheidung, für die vierteljährliche Handwerksberichterstattung nur noch Verwaltungsdaten auszuwerten, wurde auf der Grundlage umfangreicher Analysen der Statistischen Ämter getroffen. Bei den verwendeten Verwaltungsdaten handelt es sich um die Umsatzsteuer-Voranmeldungen der Unternehmen (Quelle: Finanzverwaltungen) sowie Informationen zu den sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten aus den Meldungen zur Sozialversicherung (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

Bei den Handwerksstatistiken werden weitere Entlastungen der Unternehmen folgen. So ist vorgesehen, Handwerkszählungen durch Auswertungen der Verwaltungsdaten aus dem Unternehmensregister der Statistischen Ämter zu ersetzen. Mit traditionellen Handwerkszählungen wurden früher in größeren zeitlichen Abständen Strukturmerkmale aller selbstständigen Handwerksunternehmen ermittelt. Bei der letzten Handwerkszählung im Jahr 1995 wurden hierfür 563 000 selbstständige Handwerksunternehmen befragt. Mit der geplanten Umstellung auf eine Auswertung von vorhandenen Datenquellen müssen keine Handwerksunternehmen mehr für diese umfangreiche Statistik befragt werden, so dass die Statistischen Ämter eine maximal mögliche Entlastung der Handwerksunternehmen erreichen. Erste Strukturdaten aus dem Unternehmensregister über das Handwerk werden im Jahr 2009 veröffentlicht.

Weitere Auskünfte gibt:
Jenny Neuhäuser,
Telefon: (0611) 75-2642,
E-Mail: handwerksbericht@destatis.de

Ansprechpartner für Medien

Jenny Neuhäuser Statistisches Bundesamt

Weitere Informationen:

http://www.destatis.de

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