Kontrolle der Gewalt im Kontext 'fragiler' Staaten

Im Rahmen der aktuellen Forschungsgruppe „Kontrolle der Gewalt“ findet vom 5. bis 7. Juni am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld eine Tagung mit dem Schwerpunkt 'Fragile Staatlichkeit' statt.

Ziel dieses internationalen Workshops ist es, Veränderungen staatlicher Herrschaft in ihren Folgewirkungen für die Möglichkeiten der Kontrolle von Gewalt mit Fokus auf den afrikanischen Kontinent zu diskutieren.

Denn obgleich die Forschung zu 'fragiler' Staatlichkeit seit Eingang des Themas in die internationale wissenschaftliche Debatte vor 15 Jahren boomt, weisen die vorliegenden Studien noch immer eine Vielzahl von Blindstellen auf, die eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Thema unter Einbeziehung neuer Perspektiven und Fragestellungen notwendig machen.

Im Rahmen der Tagung sollen bisher vernachlässigte Erklärungsmuster für Gewaltphänomene und der Umgang mit ihnen im Kontext fragiler Staatlichkeit diskutiert werden. Dies soll mit Hilfe eines Kontrollparadigmas geschehen, das interdisziplinäre Ansätze und Methoden miteinander verbindet und die Rolle staatlicher ebenso wie nicht-staatlicher 'Gewaltkontrolleure' sowie ein weites Spektrum denkbarer Kontrollmodi einbezieht.

Im Zentrum des Workshops werden vor allem folgende Themenschwerpunkte stehen:
– Relationen fragiler Staatlichkeit und Gewalt,
– Verlust von, Kämpfe um oder Fragmentierung von Kontrolle?
– Gewaltkontrolle jenseits des Staates sowie
– Internationale Einflüsse auf Verluste und Möglichkeiten der Wiedererlangung von Kontrolle über Gewalt.
Tagungszeiten:
5. Juni, 14:00 Uhr – 18:00 Uhr
6. Juni, 9:00 Uhr – 18:00 Uhr
7. Juni, 9:00 Uhr – 17:30 Uhr
Die Veranstaltungsleiter sind der Soziologe Wilhelm Heitmeyer und der Historiker Heinz-Gerhard Haupt (beide Universität Bielefeld).

Tagungssprache ist Englisch.

Ansprechpartner für Medien

Torsten Schaletzke idw

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