Serengeti darf nicht sterben – Workshop zu Naturschutz und Tourismus

„Ziel des Workshops ist es, eine langfristige Vision und Strategie für die touristische Entwicklung in dieser, für den dortigen Tourismus so bedeutenden Region, zu entwickeln. Es gilt dieses wertvolle Ökosystem zu erhalten und für die lokale Bevölkerung zu entwickeln.

Wichtig ist es dabei die Balance zwischen der Entwicklung touristischer Infrastruktur, der nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Schutz der Natur zu finden und die Einkünfte aus dem Tourismus entsprechend zu nutzen,“ sagte BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel.

Vor dem Hintergrund der raschen sozialen und ökonomischen Veränderungen und dem stetigen Wachstum des Tourismus in Tansania, bedarf es Visionen und Strategie für Mensch und Natur in der Serengeti. Die Veranstaltung, die wichtige Akteure aus Politik, Naturschutz und Tourismus an einen Tisch gebracht hat, soll den Grundstein für eine solche strategische Ausrichtung legen.

„Serengeti darf nicht sterben“ war der Titel eines vor etwa 50 Jahren erschienenen Buchs und Films des bekannten Frankfurter Zoologen Prof. Dr. Bernhard Grzimek. Die von ihm begründete Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ist seit dieser Zeit als Partner der Nationalparkbehörde TANAPA (Tanzania National Parks) direkt vor Ort präsent.

Hintergrund:
Der Tourismus ist weltweit ein bedeutsamer Wirtschaftszweig. Mit weltweit rund 100 Millionen Beschäftigten ist er der größte Arbeitgeber unter den Branchen. Grenzüberschreitende Reisen machen 25 bis 30 Prozent des Welthandels im Dienstleistungsbereich aus. Für Umwelt- und Naturschutz stellt der Tourismus jedoch häufig eine große Herausforderung dar. Erinnert sei beispielsweise an die Zerstörung von Ökosystemen in Küstenregionen, oder die Beeinträchtigung von seltenen Arten in Schutzgebieten, aber auch an die CO2 Belastung durch Flugreisen, etc.
Deshalb unterstützt das BfN z.B. Aktivitäten zur Entwicklung und Umsetzung der Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus, deren Ziel es ist Schutzgebiete auszuzeichnen, die sich für eine nachhaltige Tourismusentwicklung engagieren.

Während der vom 19.-30. Mai in Bonn stattfindenden Vertragsstaatenkonferenz des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) ist die nachhaltige Nutzung von Biodiversität und natürlichen Ressourcen ein wichtiges Thema. Bereits 2004 hatten die 190 Vertragstaaten internationale Richtlinien zu Tourismus und Biodiversität verabschiedet, deren Umsetzung die Grundlage für eine nachhaltige touristische Entwicklung bieten. Insbesondere in Entwicklungsländern spielt der nachhaltige Tourismus als Instrument zum Schutz der Biodiversität und zur Armutsbekämpfung eine bedeutende Rolle.

Ansprechpartner für Medien

Franz August Emde idw

Weitere Informationen:

http://www.naturallianz.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Mikroschwimmer lernen effizientes Schwimmen von Luftblasen

Forscher am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation zeigen, dass das Geheimnis des optimalen Mikroschwimmens in der Natur liegt: Ein effizienter Mikroschwimmer kann seine Schwimmtechniken von einem unerwarteten Mentor erlernen: einer…

Neue antimikrobielle Polymere als Alternative zu Antibiotika

Neue Emmy Noether-Gruppe der Universität Potsdam forscht gemeinsam mit Fraunhofer IAP Am 1. Januar 2021 nahm die neue Emmy Noether-Gruppe »Antimikrobielle Polymere der nächsten Generation« an der Universität Potsdam in…

Besser gebündelt: Neues Prinzip zur Erzeugung von Röntgenstrahlung

Göttinger Physiker entwickeln Methode, bei der Strahlen durch „Sandwichstruktur“ simultan erzeugt und geleitet werden. Röntgenstrahlung ist meist ungerichtet und schwer zu leiten. Röntgenphysiker der Universität Göttingen haben eine neue Methode…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen