Siemens bietet cloud-basierten Webservice für virtuelle Kraftwerke

Dieser Dienst versetzt Stadtwerke in die Lage, dezentrale Energieressourcen ihrer Kunden zusammenzuschalten und die gebündelte Leistung einem größeren virtuellen Kraftwerk zur Vermarktung anzubieten.

Die Besitzer der dezentralen Anlagen können über ein Webportal die erzeugte Leistung im virtuellen Kraftwerksverbund für die Vermarktung einfach freischalten. Da die Standardfunktionen des Siemens-Energiemanagementsystems DEMS zum Aufbau eines kleineren virtuellen Kraftwerks ausreichen, reduzieren sich die Softwarelizenzkosten im Vergleich zu einer Lizenz einer Vollversion. Außerdem braucht das Stadtwerk keine teure Rechnerhardware anzuschaffen.

Siemens stellt diesen Service vom Frühsommer 2014 an bereit. Zuvor erprobt das Unternehmen gemeinsam mit RWE, dem Betreiber eines großen virtuellen Kraftwerks in Deutschland, diesen Dienst. Der Webservice unterstützt hierbei zunächst die Direktvermarktung und den Einsatz der dezentralen Energieressourcen in der Minutenreserve.

„Mit der Cloudversion unseres dezentralen Energiemanagementsystems DEMS können Stadtwerke mit ihren Verbrauchs- und Erzeugungskapazitäten attraktive Erlöse erwirtschaften und gleichzeitig einen Beitrag für den Aufbau des Energiesystems der Zukunft leisten“, sagte Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Smart Grid. „Als Partner unseres virtuellen Kraftwerksverbunds können Stadtwerke den Aufwand für kleinere virtuelle Kraftwerke reduzieren und den wirtschaftlichen Nutzen durch unsere Vermarktung auf den Energiemärkten erheblich steigern“, sagte Andreas Breuer, Leiter Neue Technologien/Projekte, RWE Deutschland AG.
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Stadtwerke spielen bei der nachhaltigen Energieversorgung Deutschlands eine wichtige Rolle. Mit ihrer regionalen Verankerung sind sie dazu prädestiniert, die zunehmende Dezentralisierung der Energieerzeugung so zu koordinieren, dass alle beteiligten Marktpartner einen möglichst großen Vorteil aus den erneuerbaren Energiequellen oder der Kraft-Wärme-Kopplung ziehen können. Als wesentliches Hilfsmittel stehen dafür virtuelle Kraftwerke zur Verfügung. Dabei steuert und optimiert ein Energiemanagementsystem die dezentralen Erzeugungsanlagen. Bei kleineren virtuellen Kraftwerken übersteigt jedoch häufig der Aufwand, der für deren Aufbau und Betrieb erforderlich ist, den wirtschaftlichen Nutzen. Doch nur gebündelt können die dezentralen Erzeugungsanlagen an den Energie- und Regelleistungsmärkten partizipieren. Darum müssen vor allem kleine und mittelgroße Stadtwerke oft auf diese Technik verzichten und können ihren Kunden, die dezentrale Erzeugungsanlagen betreiben, keine adäquaten Vermarktungsmöglichkeiten ihrer Erzeugungskapazität anbieten.

Mit seinem neuen cloud-basierten Webservice für virtuelle Kraftwerke schafft Siemens hier Abhilfe: Basierend auf dem Energiemanagementsystem DEMS, das bereits in zahlreichen virtuellen Kraftwerken zum Einsatz kommt, kommt DEMS Compact mit den Funktionen aus, die für den Webservice notwendig sind. Dazu zählen Kommunikationsschnittstellen für die dezentralen Stromerzeugungsanlagen, Erzeugungsprognosen und Aggregationsfunktionen sowie ein Webportal, über das die Besitzer der dezentralen Anlagen die erzeugte Leistung im virtuellen Kraftwerksverbund für die Vermarktung freischalten können.

Weitere Informationen zum Thema DEMS unter www.siemens.de/dems

Die Siemens-Division Smart Grid (Nürnberg) bietet Energieversorgern, Netzbetreibern, Industrieunternehmen und Städten ein End-to-End-Portfolio an Produkten und Lösungen für den Aufbau intelligenter Energieversorgungsnetze. Smart Grids ermöglichen einen bidirektionalen Energie- und Informationsfluss. Damit sind sie Voraussetzung für die Einbindung von mehr erneuerbaren Energiequellen ins Netz. Mit den in Smart Grids anfallenden Daten können Energieversorger darüber hinaus ihre Anlagen kosteneffizienter betreiben. Software-Lösungen, die Daten aus Smart Grids analysieren, werden daher immer wichtiger. Dabei verwendet die Division Eigenentwicklungen, setzt aber auch auf ein System aus Software-Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.siemens.de/smartgrid

Die RWE Deutschland AG mit Sitz in Essen verantwortet die deutschen Aktivitäten des RWE Konzerns in den Bereichen Netz, Vertrieb und Energieeffizienz und führt die deutschen Regionalgesellschaften. Das Unternehmen verfügt über rechtlich eigenständige Tochtergesellschaften für den Vertrieb, den Verteilnetzbetrieb, das Zählerwesen und den Vertrieb technischer Dienstleistungen. Weitere Töchter sind für die Aktivitäten rund um die Energieeffizienz einschließlich Elektromobilität und für die Gasspeicher verantwortlich. Sie ist an rund 70 regionalen und kommunalen Energieversorgern beteiligt und beschäftigt mehr als 21.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.rwe.com

Reference Number: ICSG201402046d

Ansprechpartner
Herr Dietrich Biester
Division Smart Grid
Siemens AG
Gugelstr. 65
90459 Nürnberg
Tel: +49 (911) 433-2653
dietrich.biester​@siemens.com

Herr Sebastian Ackermann
RWE Deutschland AG
Kruppstraße 5
45128 Essen
Tel: +49 (201) 12-23802
sebastian.ackermann​@rwe.com

Media Contact

Dietrich Biester Siemens AG

Weitere Informationen:

http://www.siemens.com

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