LZH zeigt additive Fertigung auf der LABVOLUTION

Implantate aus Magnesium können vom Körper abgebaut werden und brauchen so nicht durch einen zweiten operativen Eingriff entfernt zu werden. Foto: LZH

Zwölf Partner aus Wissenschaft und Industrie stellen auf der Sonderausstellung smartLAB ein intelligentes und innovatives Musterlabor vor. Teil dieses intelligenten Labors sind flexible und schnell anpassbare Versuchsaufbauten. Möglich wird dies durch additiv gefertigte Labormaterialien.

Exemplarisch zeigt das LZH im Musterlabor smartLAB einen laseradditiv gefertigten Rührer, der zwei Rührgeometrien vereint. Der Rührer besteht aus vollständig aufgeschmolzenem Edelstahl – ist also bioinert und stabil.

Kurzer Weg von der Idee bis zum fertigen Bauteil

„Die laseradditive Fertigung eignet sich hervorragend, um stabile, individuelle Bauteile aus Metallen zu fertigen“, erklärt Yvonne Wessarges, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gruppe Oberflächentechnik am LZH. „Von der Idee bis zum fertigen Bauteil ist es ein kurzer Weg. Daher eignet sich dieses Verfahren bestens, um neue Ansätze auszuprobieren.“

Individuelle, intelligente Implantate

Eingesetzt wird das Verfahren am LZH unter anderem auch für die Entwicklung von intelligenten Implantaten. So arbeiten die Wissenschaftler etwa an Aktoren aus Formgedächtnislegierungen für Cochlea-Implantate. Diese sollen dem Chirurgen beim Einsetzen helfen, in dem sie ihre Form anpassen.

Ein anderes Forschungsgebiet ist der temporäre Ersatz von Knochen. Aus Magnesium gefertigte, individuell an den Patienten angepasste, Implantate sollen eingangs das Gewebe stützen sowie als Gerüst für Knochenzellen dienen.

Während des Heilungsprozesses sollen sie sich langsam auflösen und so einen zweiten operativen Eingriff unnötig machen.

Media Contact

Dr. Nadine Tinne idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Informationen:

http://www.lzh.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Was die Körnchen im Kern zusammenhält

Gerüst von Proteinflecken im Zellkern nach 100 Jahren identifiziert. Nuclear Speckles sind winzige Zusammenballungen von Proteinen im Kern der Zelle, die an der Verarbeitung genetischer Information beteiligt sind. Berliner Forschende…

Immunologie – Damit Viren nicht unter die Haut gehen

Ein Team um den LMU-Forscher Veit Hornung hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem Hautzellen Viren erkennen und Entzündungen in Gang setzen. Entscheidend für die Erkennung ist eine typische Struktur der…

Kleine Moleküle steuern bakterielle Resistenz gegen Antibiotika

Sie haben die Medizin revolutioniert: Antibiotika. Durch ihren Einsatz können Infektionskrankheiten, wie Cholera, besser behandelt werden. Doch entwickeln die krankmachenden Erreger zunehmend Resistenzen gegen die angewandten Mittel. Nun sind Wissenschaftlerinnen…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close