Innovative Technologien auf der Klimaenergy 09

Forschungsergebnisse und neue Technologien werden auf dem internationalen Fachkongress im Rahmen der Fachmesse „Klimaenergy“ vom 24. bis 26. September 2009 in Bozen/Südtirol/Italien präsentiert.

Im Kongresszentrum Messe Bozen/Hotel Four Points Sheraton werden Erfahrungen im Einsatz von erneuerbaren Energien ausgetauscht, Finanzierungsmodelle beleuchtet und der Einsatz von kombinierten Lösungen wie am Beispiel der Planstadt Masdar City in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgezeigt.

Masdar City wird etwa 30 Kilometer östlich von Abu Dhabi erbaut und wird auch Sitz der ersten Hochschule der Welt sein, die sich ausschließlich der Innovation und der Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien widmet. Am Masdar Institute of Science and Technology arbeitet auch Matteo Chiesa, der am 25. September in Bozen die grüne Planstadt Masdar City vorstellen wird.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sitzen auf neun Prozent der weltweit nachgewiesenen Ölreserven und auf fünf Prozent der Gasvorkommen; das Emirat Abu Dhabi kontrolliert mehr als 90 Prozent dieser Ressourcen und setzt dennoch auf die grüne Energie. 2008 begann in Abu Dhabi der Bau der Planstadt Masdar City, die die erste solare Stadt der Welt werden soll. „Sie soll ein Vorzeigemodell sein, um die Mentalität der Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Bezug auf die Umwelt zu verändern“, erklärt Matteo Chiesa. 70% des Energieverbrauchs entfällt in Abu Dhabi derzeit auf die Kühlung von Gebäuden. Öl ist im Masdar City zwar out – aber niemand wird auf Klimaanlagen verzichten müssen; sie sollen mit Strom aus umweltverträglichen Wind- und Photovoltaikanlagen betrieben werden. Zudem sollen Pumpen mit Hilfe von Bodensonden die Kühle tiefer Erdschichten an die Oberfläche befördern. Damit wird der Energiebedarf der Klimaanlagen reduziert. Um den Energieverbrauch in der Wüstenstadt weiter zu minimieren, werden die Straßen eng angelegt. Die Häuser sind niedrig und sollen dicht beieinander gebaut werden.

„Für den Zugang zum öffentlichen Verkehr sind durch Photovoltaik-Paneele beschattete Gehwege vorgesehen. Insgesamt wird die Temperatur in der neuen Stadt deutlich geringer sein als in Abu Dhabi heute“, sagt der dort lebende Matteo Chiesa. In der Stadt, die in den nächsten Jahren außerhalb von Abu Dhabi aus dem Boden gestampft wird, soll die Sonne das Öl ablösen – und die scheint am Golf fast jeden Tag. Es soll dort das größte Solarkraftwerk der Welt entstehen. In einer ersten Phase wird die Sonne 100 Megawatt Strom produzieren und damit Zigtausende Haushalte versorgen können. Stufenweise soll die Leistung um 100 und 200 Megawatt erhöht werden. Technisch ist das bereits erprobt. Solarthermische Kraftwerke (STK) transformieren Sonnenenergie mit Hilfe von Spiegelkonfigurationen. STK beliefern die Steckdose auch dann, wenn die Sonne untergegangen ist. Sie verfügen über Wärmespeicher (z.B. Flüssigsalztanks), die um die Mittagszeit mit überschüssiger Sonnenenergie aufgeheizt werden können. Das macht die Produktion von Solarstrom selbst nach Sonnenuntergang möglich.

Dieses zukunftsträchtige Projekt ist nur einer der zahlreichen Klimaenergy-Kongressbeiträge, in denen es um den kombinierten Einsatz von erneuerbaren Energien, die Nutzung von Biomansse, Biogas, Geothermie und Kraft-Wärmekoppelung sowie die Finanzierung von Großprojekten mit erneuerbaren Energien geht.

Die Fachmesse für erneuerbare Energien zur gewerblichen und öffentlichen Nutzung „Klimaenergy“ in Bozen richtet sich an Energieverantwortliche in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmer aus Energieintensiven Wirtschaftszweigen wie Industrie, Hotellerie und Handwerk.

Media Contact

Katja Sanin pressetext.monitor

Weitere Informationen:

http://www.klima-energy.it

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