IFA 2018: Hochauflösendes Videomaterial erhält Einzug in die Virtuelle Realität

© Fraunhofer HHI

Vorgestellt wird diese Technologie auf der IFA 2018 in Berlin vom 31. August bis 5. September am Gemeinschaftsstand der Deutschen TV-Plattform (Halle 26A, Stand 203).

Das Streaming von qualitativ hochwertigen VR360 Panorama-Videos mit Auflösungen von bis zu 8K benötigt viel Bandbreite. Darüber hinaus erfordert das kodierte Video auf der Empfangsseite Decodier-Fähigkeiten jenseits von 4K-Video, z.B. bei VR-Brillen mit einem Mobiltelefon.

Vollständig standardisiertes HEVC Tile-basiertes Streaming löst diese Probleme, indem es das Panorama-Video in einzelne Kacheln (engl. Tiles) zerlegt. Jedes Tile wird mit HEVC in der originalen High-Definition und einer zusätzlichen Low-Definition Auflösung codiert.

Der neue MPEG-OMAF-Standard erlaubt es, die einzelnen HEVC-Tile-Ströme so zu verpacken, dass der Empfänger, z.B. eine VR-Brille oder ein TV-Bildschirm, die hochauflösenden Tiles für das Sichtfeld des Benutzers und die niedrigauflösenden Tiles für die Bereiche außerhalb des Blickfeldes anfordern kann.

Die empfangenen Tiles werden zu einem HEVC-kompatiblen Videostrom zusammengefasst und können mit einem Legacy-Hardware-Videodecoder auf dem Endgerät dekodiert werden.

Das Fraunhofer HHI präsentiert auf der IFA 2018 einen Demonstrator für durchgängiges VR360-Grad Live-Video-Streaming mit einer Auflösung größer als 4K.

Der Demonstrator beinhaltet 360-Grad-Video-Aufnahme und Live-Rendering von der Fraunhofer HHI Omnicam-360 mit einer Auflösung von 10K x 4K und HEVC und Tile-basiertes Live-Encoding mit dem Fraunhofer HHI HEVC-Encoder.

Zudem werden die Packetierung der Videoströme mit dem neuen MPEG-OMAF viewport-dependent Medienprofil sowie die Übertragung und Wiedergabe auf neuesten VR-Brillen und TV-Bildschirmen gezeigt.

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Anne Rommel Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

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