Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ auf der techtextil: Textile Innovationen für Schutz und Komfort

Textilien mit sechs oder mehr Schutzfunktionen, die dem Träger gleichzeitig einen Tragekomfort bieten? Das ist heute kein Problem. Das ist das Ergebnis findiger und innovativer Textilunternehmen in Bayern und Deutschland. Für sie ist der Schutzbereich ein wichtiges Marktsegment.

Europaweit liegt der Umsatz mit Persönlicher Schutzausrüstung zwischen 12 und 15 Milliarden Euro, in Deutschland beläuft sich das Umsatzvolumen für Berufs- und Schutzkleidung auf 2,6 Milliarden Euro. Und das Segment verfügt über gute Entwicklungsperspektiven.

Neuartige Schutztextilien entstehen durch die Verwendung ausgetüftelter Faserkombinationen aus vier oder mehr Faserarten und speziell entwickelter Gewebebindungen. Innovative Beschichtungen perfektionieren das Textil und rüsten es mit zusätzlichen spezifischen Funktionen aus.

Aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrieren sich u. a. auf die Aspekte Nachhaltigkeit und Tragekomfort. In diesem Zusammenhang präsentieren die Unternehmen Kelheim Fibres, FROHN HighTex-Group und ecoatech auf dem Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ der Fachwelt Neuheiten.

Ein neu entwickeltes Gewebe der Klasse 2 der EN 61482 für den Störlichtbogenschutz stellt FROHN HighTex-Group im Rahmen seiner Produktsparte PRO-BELTING vor: Es bietet trotz hoher Schutzwirkung eine wesentliche Optimierung bei Gewicht und Tragekomfort aufgrund der verwendeten Faserkombination (Modacryl/Baumwolle) sowie der Gewebebindung bei nur einlagiger Konfektion.

Im Bereich Flammschutz hat sich die Firma ecoatech auf Produkte spezialisiert, die auf bromhaltige Verbindungen oder Metalloxide verzichten. Auf der techtextil 2013 hat ein von ecoatech neu entwickeltes Beschichtungspulver mit sehr guter Hydrolysebeständigkeit Premiere.

Kelheim Fibres präsentiert mit Danufil CS erstmals eine schwer entflammbare Viskosefaser in seiner Produktpalette. Eine absolute Neuheit ist die Viskosefaser Olea – die erste Viskosefaser mit eingebauter Hydrophobie. Der wasserabweisende Effekt ist dauerhaft, da das Additiv direkt in die Fasermatrix integriert ist. Mit Eigenschaften wie Weichheit, Hautfreundlichkeit und Tragekomfort ist sie ideal für den Einsatz in der Funktionsbekleidung.

Insgesamt präsentieren 11 Unternehmen und Institute auf der techtextil 2013 vom 11. bis 13. Juni 2013 auf dem Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ einen Querschnitt der bayerischen Innovationskraft.

Die Möglichkeit, ihre Kompetenzen individuell unter der bekannten Dachmarke Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ darzustellen, nutzen neben den drei genannten Unternehmen:

• Hofer Textilveredelung GmbH, Hof: Veredelung von Textilien mit modernsten Flammkaschieranlagen
• Hohmann GmbH & Co. KG, Helmbrechts: Produktion von Drehergewebe, Jacquardgewebe, Möbelstoffen sowie Voile- und Organzagewebe
• Irema-Filter GmbH, Postbauer-Pavelsbach: Entwicklung und Produktion synthetischer Filter für die Raumluft- und Kabineninnenraumluftfiltration
• Netzwerk Textile Innovation der Bayern Innovativ GmbH: Vernetzung über Technologien und Branchen hinweg zur Anbahnung von Kooperationen für Innovationen im Bereich der technischen Textilen
• Siltex Flecht- und Isoliertechnologie Holzmüller GmbH & Co. KG, Julbach: Flecht- und Isolierwerke aus der Kombination vielfältiger Materialien wie Carbon, Aramide, Glasfaser, Basalt, Polyamid und Hybride
• STVW Veloursweberei GmbH, Stammbach: Funktionelle Florgewebe aus Chemie- und Naturfasern für Industrie, Handwerk und Haushalt
• Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Entwicklungspartner und Dienstleister der Industrie rund um Kunststoffe
• Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V., München: Interessensvertretung der bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie

Hintergrundinformation

Bayern Innovativ GmbH
Die Bayern Innovativ GmbH ist einer der größten Knotenpunkte für Innovation und Kooperation in Europa. Sie wurde 1995 vom Freistaat Bayern gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer in Nürnberg gegründet.Durch den Ausbau interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und den Ergebnistransfer aus wissenschaftlichen Instituten werden neue Entwicklungen angestoßen. Über zahlreiche themenspezifische Kongresse, Kooperationsforen und Gemeinschaftsstände auf Hightech-Messen baute Bayern Innovativ in zehn Technologien und Branchen international ausgerichtete Netzwerke auf, unterstützt durch einen professionellen, multimedialen Informations- und Wissenstransfer. Die Netzwerke der Bayern Innovativ GmbH umfassen aktuell 55.000 Firmen und 500 Institute in 50 Ländern. 900 Firmen und 18 Institute aus 15 Ländern bringen sich alleine in das „Netzwerk Textile Innovation“ ein, das den Zugang zu Technologien und Anwenderbranchen funktioneller Textilien bietet.
Die Netzwerke arbeiten eng mit den Clustern der Cluster-Offensive Bayern Zusammen. Bayern Innovativ managt die Cluster Neue Werkstoffe, Automotive und Energietechnik.

Bayern Innovativ ist zudem einer von vier Partnern im „Haus der Forschung“, einem Kooperationsverbund für Beratung und Navigation von Firmen und Instituten in Forschungsförderprogrammen.

Media Contact

Christina Nassauer idw

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