Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

5G: Mobilfunknetze der nächsten Generation

Das Mobilfunknetz der fünften Generation nimmt eine Schlüsselstellung für die Kommunikationswelt der Zukunft ein. Autonomes Fahren, Industrie 4.0, Internet der Dinge und das taktile Internet zur drahtlosen Regelung in Echtzeit erfordern eine enorme Steigerung der Effizienz, Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit mobiler Kommunikationsnetze. Diese neue Mobilfunktechnologie wird als 5G ein wesentlicher Grundbaustein für die digitale Infrastruktur der Zukunft sein.

Die Industrie plant, ab 2020 erste 5G-fähige Netze einzusetzen. Gemeinsam mit Herstellern, Netzbetreibern, Anwendern und Forschungseinrichtungen – insbesondere der Technischen Universität Berlin und dem Fraunhofer FOKUS – wird das Fraunhofer HHI 5G frühzeitig prototypisch realisieren und mit 5G-Testbeds in Berlin erfahrbar machen.

Millimeterwellen für 5G Access und Backhaul

Die Mm-Wellen-Technologie ermöglicht die Übertragung mit ultra-hohen Datenraten in dichten Anordnungen. Dabei garantiert die Nutzung von Antennen Arrays und Techniken wie Hybrid Beamforming einen Breitband Zugang für alle Nutzer. Dadurch werden mm-Wellen zu einer der wichtigsten Technologien in 5G für Backhaul von Small Cells und drahtlosen Zugangsknoten. Das Fraunhofer HHI ist spezialisiert auf drahtlose Kommunikation im Bereich von 6 bis 100 GHz.

Massive MIMO

Begleitend zur Forschung zum Thema Massive MIMO hat das Fraunhofer HHI eine flexible Software Defined Radio (SDR) Lösung entwickelt, um kompakte Prototypen für die Technologiebewertung und Systemoptimierung aufzubauen.

Erweitert um ein modulares Verstärkermodul für 2.6 oder 3.5 GHz können verschiedene Konfigurationen von aktiven Sende-Array-Antennen aufgebaut und untersucht werden. Der Einsatz der Massive-MIMO-Technologie soll in der zukünftigen Mobilfunkgeneration 5G zur Erhöhung der Reichweite, Verbesserung der spektralen Effizienz, Interferenzminimierung und zu einer energieeffizienteren Übertragung eingesetzt werden.

MPEG-OMAF Virtual Reality Videostreaming mit HEVC Tiles: Hohe Auflösung für 360-Grad-Videos – auch auf mobilen Endgeräten

Die Auflösung von 360-Grad-Videos, die beispielsweise mit VR-Brillen angeschaut werden können, ist bisher sehr gering. Ein Kernaspekt beim MPEG-OMAF Standard soll daher die höhere Auflösung sein. Das Viewport-Dependent-Profil des kommenden MPEG-OMAF Standards erlaubt hier einen großen Sprung nach vorn. Das Besondere dabei ist die Aufteilung des gesamten 360-Grad-Video in Kacheln mit Hilfe des HEVC-Videostandards, sodass einzelne Sequenzen unabhängig voneinander encodiert werden können.

Aus diesen Kacheln baut sich das Endgerät, also zum Beispiel die VR-Brille, das benötigte Bild in optimaler Auflösung zusammen. In Blickrichtung des Nutzers ist das Bild hochaufgelöst, hinter ihm ist die Auflösung gering. Bislang wurde für jeden Blickwinkel ein eigenes Video auf dem Server bereitgestellt.

Der HEVC Tile Based-Ansatz bietet jetzt zahlreiche Vorteile: Die Auflösung lässt sich stark verbessern, es müssen deutlich weniger Videodaten auf den Servern und auf den CDN Caches gespeichert werden und damit sinken die Betriebskosten. Mit HEVC-Tiles lassen sich ultrahochaufgelöste Inhalte optimal auf mobile Endgeräte übertragen – auch mit begrenzter Bandbreite und Rechenpower.

https://www.hhi.fraunhofer.de/presse-medien/pressemitteilungen.html

Media Contact

Anne Rommel Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Hochleistungs-Metalloptiken mit Lothar-Späth-Award 2021 ausgezeichnet

Fraunhofer IOF und HENSOLDT Optronics entwickeln optisches Teleskop zur Erforschung des Jupitermondes Ganymed. Forscher des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sind gemeinsam mit ihrem Partner für die Entwicklung…

Chemiker designen „molekulares Flaggenmeer“

Forschende der Universität Bonn haben eine molekulare Struktur entwickelt, die Graphit-Oberflächen mit einem Meer winziger beflaggter „Fahnenstangen“ bedecken kann. Die Eigenschaften dieser Beschichtung lassen sich vielfältig variieren. Möglicherweise lassen sich…

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Batterie der Zukunft

Kompetenzcluster für Festkörperbatterien „FestBatt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht in die zweite Förderphase – Koordination durch Prof. Dr. Jürgen Janek vom Gießener Zentrum für Materialforschung – Rund 23…

Partner & Förderer