E-Mails vom Herzen: Telemonitoring-Systeme retten Menschenleben

Mit 15 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung von neuen Systemen für das Telemonitoring. Der Herzschrittmacher schickt dabei E-Mails an den Arzt, ein Sensor überwacht den nächtlichen Schlaf und warnt vor drohenden Erkrankungen an Herz oder Kreislauf.

Beim Telemonitoring werden Vitaldaten wie Blutdruck, Herzfrequenz oder Gewicht von Sensoren erfasst und telemetrisch, also kabellos, an den behandelnden Arzt oder ein telemedizinisches Zentrum weitergeleitet. Die medizinische Überwachung aus der Ferne rettet heute schon vielen Patienten das Leben. Seit 2005 hat das Ministerium acht Verbundprojekte gefördert, in denen miniaturisierte Systeme für eine Patienten gerechte Langzeitüberwachung entwickelt wurden.

Eines der Projekte widmete sich der Weiterentwicklung eines Herzschrittmachers bzw. Defibrillators. „Home Monitoring“ heißt das Projekt des Berliner Medizintechnikherstellers Biotronik GmbH & Co. KG. Mit den dort entwickelten Implantaten werden bereits bei 200.000 Patienten die Daten vollautomatisch gelesen und per Mobiltelefon an den Arzt gesendet. Das Unternehmen ist auch einer von drei Anwärtern auf den Deutschen Zukunftspreis 2009 des Bundespräsidenten.

Diese und weitere technische Neuigkeiten der Gesundheitsforschung präsentiert das BMBF vom 18. bis zum 21. November 2009 in Düsseldorf auf der weltgrößten Medizinmesse Medica. Traditionsgemäß veranstalten das BMBF und die Messe Düsseldorf das Zukunftsforum MEDICA VISION. In Halle 3, Stand 3 H 92 erwartet die Besucherinnen und Besucher ein täglich wechselndes Programm mit Vorträgen und Diskussionen von Wissenschaftlern und Vertretern der Industrie. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsprojekte das BMBF gefördert hat, sprechen über ihre Ideen, Visionen und Erfolge, aber auch über Hindernisse, die sie auf ihrem Weg zum Ziel überwinden mussten.

Am 18. November geht es auf der MEDICA VISION um herausragende Erfolge aus der Medizintechnikforschung. Außerdem werden Trends und neue Entwicklungen der molekularen Bildgebung vorgestellt. Der zweite Messetag steht im Zeichen von HighTech in der Medizintechnik, Innovationen in der Molekularen Medizin und der Entwicklung intelligenter Implantate. Am 20. November werden neue Organisationsformen bei der Entwicklung zukunftsweisender Produkte vorgestellt. Der Nachmittag bietet dann Vorträge zu medizintechnischen Innovationen aus der Fraunhofer-Gesellschaft sowie zu neuartigen Entwicklungen in der Rehabilitation und für Menschen mit Behinderungen. Am letzten Tag liegt der Fokus auf der „Medizintechnik für's Herz“. Präsentiert werden Innovationen in der Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das aktuelle und ausführliche Programm der MEDICA VISION finden Sie unter www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/64.php

Die Ergebnisse der vom BMBF geförderten Forschung zur Mikrosystemtechnik werden darüber hinaus am heutigen Mittwoch, 18. November, von 14 bis 15.50 Uhr auf dem Hallenforum der MEDICA-MEDIA (Halle 15, Stand A12) unter dem Motto „Präventive MikroMedizin – mit Telemonitoring gesünder leben“ vorgestellt. Dazu gibt es weitere Informationen im Auftrag des BMBF beim Projektträger

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Christine Weiß

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