Trends, Visionen und moderne Welten – CeBIT-PreViews, Teil 2

'Nicht zu vergessen, dass uns in diesem Jahr das größte Konferenzprogramm der CeBIT-Geschichte erwartet.' Mehr als je zuvor präsentiert die CeBIT 2007 vom 15. bis 21. März 2007 neben Produkten komplett neue, spannende Lösungen – aktuelle von heute und visionäre von morgen.

Wohnwelten von morgen

Licht, Heizung und Raumtemperatur eines Einfamilienhauses werden im Jahr 2010 von Sensoren überwacht und den Wünschen des Besitzers angepasst: Bei der Ankunft des Sohnes hält der Medienserver automatisch die Hip-Hop-Charts aus dem Internet bereit, während er parallel Mamas Lieblingsserie aufzeichnet, den Backofen für das Abendessen vorwärmt und für Papa die aktuellen Wirtschaftsdaten der Wall Street zusammenstellt. Per Bluetooth-Fernbedienung kann sich jedes Familienmitglied von jedem Raum aus in das drahtlose Heimnetz einklinken. Auf der CeBIT 2007 werden die neuesten Trends in Sachen E-Home diskutiert.

Das beschriebene Szenario ist bereits Realität – im Innovationszentrum Intelligentes Haus Duisburg. Die elektronische Vernetzung zu Hause geht mit Riesenschritten voran. In der Unterhaltungselektronik ist sie schon ein Massenmarkt. Auf der CeBIT 2007 feiern die neuesten Multimedia-Steuerzentralen Premiere.

Doch es gibt selbstverständlich auch Visionen. Ein Beispiel: Schon bald verwandeln sich die Wände im Wohnzimmer in riesige Displays, auf die man nach Belieben Videos oder Fotos im XXL-Format projizieren kann – als Tapete des neuen Jahrtausends. Und warum sollte Mann nur sich selber morgens beim Rasieren im Spiegel sehen? Warum können darin nicht parallel auch die aktuellen Morgennachrichten laufen? Die Sonderschau lifestyle@CeBIT (Halle 2) wirft einen Blick in die moderne Wohnwelt von morgen.

Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk
(BT Germany, Dr. Raschid Karabek, Halle 17, Nord/LB-Forum)
Insbesondere für weltweit agierende Unternehmen ist der Mobilfunk ein Kostentreiber, denn etwa 60 Prozent der Mobilgespräche werden in geschlossenen Räumen geführt. Oft gibt es Kontakte zwischen Unternehmens-Standorten, die Roaming-Kosten sind beachtlich.

Trend: das Beste aus der Welt des Festnetzes und des Mobilfunks zusammenführen. Zur CeBIT 2007 präsentiert BT Germany erstmals auf dem deutschen Markt die Lösung Corporate Fusion. Damit profitiert der Anwender vom Komfort und der Funktionalität eines Mobiltelefons zu Preisen und Verbindungsqualität eines Festnetzanschlusses – innerhalb des Firmennetzwerks auch über Ländergrenzen hinweg. Die Nutzer bekommen ein Dual-Mode-Mobiltelefon, das den regulären GSM-Betrieb ermöglicht – aber auch die Kommunikation über Wireless LAN. Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter: ein Gerät, eine Nummer, eine Mailbox, einfache Integration von Datenanwendungen, deutliche Kostensenkungen.

Multimedia überall und jederzeit
(Ericsson, Sven Bolthausen, Multimedia Germany, Ericsson)
Personalisiert und interaktiv, so sieht die neue Fernsehwelt aus. Und das interaktive TV wird mobil. Ericsson zeigt auf der CeBIT 2007 am Beispiel 'Me-on-TV', wie mobiles Mitmachfernsehen aussehen kann – mit Live-Teilnahme bei einer Show, in einem Programm oder einer Community. Unter dem Stichwort User Generated Content (UGC) ist alles möglich: Das Handy ist die TV-Kamera von morgen, der Nutzer kann von unterwegs publizieren, reporten, informieren, seine Meinung äußern – weltweit.

Der Trend: Über mobiles Fernsehen ist auch interaktive Werbung möglich – abgestimmt auf Alter, Geschlecht, Standort und persönliche Interessen des Benutzers. Ob Videos, Banner, Ticker oder Downloads – alles ist machbar. Werbung mit vor allem persönlichem Nutzwert statt allgemeiner, unpersönlicher Berieselung.

Digitale Zukunft

(Fraunhofer-Institut, Prof. Karlheinz Brandenburg, Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (DIMT), Ilmenau, Halle 9, future parc, B 36)

Professor Brandenburg ist Erfinder des MP-3-Formats und hat damit die Musikindustrie dramatisch verändert. Und die Digitalisierung geht mit großen Schritten weiter voran: Jugendliche verbringen immer mehr Zeit mit dem Internet oder Computerspielen – das Fernsehen ist digital, dazu gibt es Internetradio, eben Musik überall. Ein physikalisches Medium wie CD oder DVD wird in Zukunft nicht mehr notwendig sein. Das digitale Leben wird globaler und orientiert sich an den Bedürfnissen Einzelner. Gruppen von 100 Menschen können sich problemlos weltweit organisieren – in Blogs, Foren, Chatrooms, in virtuellen Welten.

Die Trends: Die Stereoanlage der Zukunft erkennt die Vorlieben der Nutzer. Man kann ihr eine Melodie einfach vorpfeifen – sie erkennt das Stück und spielt es. Der Konzertsaal kommt nach Hause: Mit dem innovativen Soundsystem IOSONO taucht der Hörer in die Welt des perfekten, natürlichen Raumklangs – zu hören auf der CeBIT 2007.

Individuelle Kommunikation statt Massenmarkt, neue Dienste, Systeme und Plattformen mit Synchronisation auf Zuruf – das sind Eckpfeiler künftiger mobiler Anwendungen. Doch die große Herausforderung wird sein, diese Datenflut zu organisieren, zu koordinieren und letztlich das Gesuchte schnell zu finden. Auf der CeBIT 2007 zeigt das DIMT, wie diese Content-Analyse mit Metadaten funktionieren kann.

The future on our mind
(Fujitsu Siemens Computers, Halle 1, Stand G51)
Unter diesem Motto plant Fujitsu Siemens Computers auf der CeBIT 2007 einen Presseworkshop. Dabei geht es um Trendstudien und Anforderungen wie 'immer online', 'ständiges Lernen', 'sicherer Rechner', 'Schutz der Daten' und – immer wichtiger – 'exzellentes Design'.
Tragbare Elektronik
(Technologie Zentrum Informatik (TZI) der Uni Bremen, Prof. Michael Lawo, Halle 9, Stand B21)

Das TZI treibt die Vision vom 'computing anytime, anything and anywhere' voran. Das bedeutet: Tragbare Elektronik soll bei industriellen Anwendungen die Arbeit produktiver und effektiver gestalten – beispielsweise bei Inspektion und Wartung, in der Produktion oder im Gesundheitswesen. Herkömmliche Informations- und Kommunikationssysteme sind hier eher störend.

Die Trends: Der Gürtelschnallen-Computer als Assistenzsystem – so bleiben bei der Anlagenwartung die Hände frei. Der Sensor-Handschuh mit vielfältigen Funktionen ohne Maus und Tastatur – Enter mit dem Zeigefinger, Menü-Auswahl mit dem Mittelfinger, Scannen mit dem Ringfinger, und die RFID-Antenne ist natürlich ebenfalls integriert. Dazu trägt der Anwender das Display in der Brille und eine Weste, in der ein kompletter Computer steckt.

All das ist schon heute tragbar. Morgen wird es stoffliche Displays geben, leitfähige Kleidung ohne störende Kabel. Während der CeBIT 2007 können Besucher die ersten mobilen Lösungen, die die Arbeitsprozesse revolutionieren werden, live sehen und selber anziehen.

Kommunikation von morgen
(Vodafone, Mark Klein, Leiter Business Unit Vodafone Office)
Die vorhandenen Daten der Mobilfunknetze können für künftige Zusatzdienste verwendet werden: Komplexe Algorithmen ermöglichen genaue Analysen der aktuellen Auto-Verkehrslage. So wird eine dynamische Navigation möglich, Staus werden vermieden oder lösen sich schneller auf, die Verkehrslage ist transparenter. Der Trend: Traffic Online, die Verkehrsüberwachung von morgen.

Ein anderes Thema: Auch der Bilderrahmen wird digital. Schon heute kann man digitale Bilder in den Rahmen einspeisen – morgen empfängt er Fotos über MMS und stellt sie dar. Und noch ein Trendthema von Vodafone: Der Nutzer nimmt ein Porträt auf und sendet es per MMS an den Dienst Visual Search. Die Bilderkennung verarbeitet das Motiv und vergleicht es beispielsweise mit Prominenten. Die Frage, wer welchem Promi ähnelt, wird mit dem 'look-a-like contest' schnell geklärt.

Media Contact

Gabriele Dörries Deutsche Messe AG

Weitere Informationen:

http://www.cebit.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2007

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Digitale Lösungen für betreute Wohnformen

Projekt soll Potenziale der Digitalisierung in der Betreuung von chronisch psychisch kranken und seelisch behinderten Menschen aufzeigen. Kann durch digitale Lösungen eine Verbesserung der Versorgungsqualität im betreuten Wohnen geschaffen werden?…

3-D-Laser-Nanodrucker als kleines Tischgerät

Die Laser in heutigen Laserdruckern für Papierausdrucke sind winzig klein. Bei 3-D-Laserdruckern, die dreidimensionale Mikro- und Nanostrukturen drucken, sind dagegen bisher große und kostspielige Lasersysteme notwendig. Forschende am Karlsruher Institut…

Polymere mit Helix-Blöcken

Domänenbildung bei supramolekularen Polymeren durch Bestrahlung mit UV-Licht. Künstliche Polymere sind die Grundstoffe aller Kunststoffe, und haben zumeist keinen geordneten Aufbau (im Gegensatz zu Biopolymeren wie Proteinen). Ein Forschungsteam hat…

Partner & Förderer