Die GBF auf der Hannover Messe

Fokus Gesundheit: Diagnose und Therapie von Infektionskrankheiten

Die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) präsentiert ihre Forschungsschwerpunkte gemeinsam mit anderen Helmholtz-Zentren auf deren Gemeinschaftsstand bei der Hannover Messe vom 15. bis zum 20. April 2002.

Als Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung konzentriert sich die GBF auf bakterielle Erreger, die entweder medizinisch relevant sind oder als Modell für die Analyse von Infektionskrankheiten genutzt werden. Aus diesem Spektrum zeigt die GBF Ergebnisse der Streptokokkenforschung. Diese Bakterien rufen fieberhafte Infektionen hervor, zum Beispiel Scharlach oder Mandelentzündungen. Gefährlich sind vor allem die Folgeerkrankungen solcher Infektionen: Zum Beispiel kann rheumatisches Herzfieber das Herz dauerhaft zerstören. Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden wurden neben den Streptokokken der Gruppe A auch die bisher als harmlos geltenden Streptokokken der Gruppen C und G als Ursache dieser Herzkrankheiten identifiziert. Besonders Kinder in Entwicklungsländern leiden an den Spätfolgen.

Darüber hinaus wird an der GBF an neuen Strategien zur Diagnose und Therapie von Infektionskrankheiten gearbeitet. Hierzu kann der auf der Messe gezeigte BioDisk Synthesizer eingesetzt werden. Mit der „Synthese-CD“ können über 2000 Moleküle gleichzeitig hergestellt und getestet werden. Der Synthesizer ermöglicht somit eine schnelle und präzise Suche nach biologisch aktiven Stoffen, die zum Beispiel zur Früherkennung von Krankheiten oder als Medikamente eingesetzt werden können.

Der Gemeinschaftsstand der Helmholtz-Gemeinschaft befindet sich im Erdgeschoss der Halle 18, E12.

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Thomas Gazlig idw

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