Neue Platintiegel fürs Labor und ein Katalysator gegen Lachgas

Neue Paltintiegel fürs Labor

• Dispersionsgehärtetes Platin etabliert sich als Gerätematerial
• Platintiegel in Größen von Fingerhüten bis Weinfässer
• Katalysator senkt Lachgasemission um 90 %

Eine neue Generation von Platintiegeln für den chemischen Laborbereich und einem umweltschonenden Katalysator für die Düngemittelherstellung präsentierte der Edelmetallspezialist W. C. Heraeus auf der Achema 2006, der weltgrößten Messe für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie in Frankfurt am Main. Heraeus zählt bei der Herstellung von Laborgeräten aus Edelmetallen in Deutschland und Europa zu den Marktführern. Tiegel, Abgießschalen oder Schiffchen aus Edelmetallen wie Platin gehören in der Analytik zu den Standardlaborgeräten für die Probenherstellung zur Röntgenfluoreszenz-Analyse (RFA), für Mikroanalysen, für Schmelzaufschlüsse und für Veraschungen. Platinprodukte werden zudem zum Ziehen von Einkristallen für die Optik- und Laserindustrie benötigt.

Platin unentbehrliches Gerätematerial für das chemische Labor

Gute chemische Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien, hohe Schmelzpunkte und Stabilität bei hohen Temperaturen sind wesentliche Merkmale, die Platin und Platinlegierungen seit Jahrzehnten als Laborgerätematerial auszeichnen. Mit einer hohen Fertigungstiefe produziert Heraeus in Hanau Standardausführungen und Sonderanfertigungen von Laborgeräten mit verschiedensten Abmessungen.

Von großer Bedeutung für die erfolgreiche Benutzung von Laborgeräten ist die Wahl des geeigneten Werkstoffs und deren richtige Handhabung im Laboralltag (z. B. Vermeidung von Verunreinigungen mit Platingiften wie Schwefel, Kohlenstoff oder Zinn). Labor- und Analysentechniker steht eine variantenreiche Bandbreite von Materialien und Gerätegrößen zur Auswahl. Platintiegel werden variabel in Größen zwischen „Fingerhut“ und „Weinfass“ kundenspezifisch hergestellt.

Mit dispersionsgehärtetem Platin (DPH) hat Heraeus eine Werkstoffklasse für Laborgeräte etabliert, die in enger Zusammenarbeit mit Kunden in der Industrie und in analytischen Labors entstanden ist. DPH-Werkstoffe sind im Vergleich zu reinem Platin und zu den mischkristallverfestigten Platin-Legierungen korrosionsbeständiger und widerstandsfähiger gegen thermische und mechanische Belastung. Der Werkstoff ist vor allem dort gefragt, wo die Tiegel eine lange Lebensdauer, Hochtemperaturfestigkeit sowie Korrosions- und Formstabilität aufweisen sollen. Dispersionsgehärtetes Platin wird in der Glasindustrie und im Labor für Feedersysteme, Rührer, Plunger, Glasfaserdüsen, Tiegel oder Schalen verwendet. Auch zur Einkristallzucht in oxidierenden Atmosphären ist Platin-DPH geeignet.

Rote Karte für das Treibhausgas Lachgas

Heraeus ist in der Fertigung von Edelmetall-Katalysatoren für die Düngemittelherstellung (“Ammoniakverbrennung“) in der chemischen Industrie weltweit führend. Zum Einsatz kommen beispielsweise Katalysatoren aus Platinlegierungen in Form von gewirkten Netzen mit bis zu sechs Metern Durchmesser. Bei der Ammoniakverbrennung entsteht jedoch bisher auch das ozonschädigende Lachgas, ein Treibhausgas, das 310 mal schädlicher als Kohlendioxid wirkt. W. C. Heraeus hat einen neuartigen Mehrstufen-Katalysator entwickelt, mit dem bereits die Entstehung von Lachgas deutlich reduziert werden kann. Entscheidend an der Innovation ist ein nachgeschalteter Sekundär-Katalysator, der freigesetztes Lachgas gezielt zerstört. In Kombination mit den direkt darüber liegenden Platin-Netzen wird die Emission des Treibhausgases um über 90 Prozent gesenkt. Bei rund 1,2 Millionen Tonnen Lachgas, die pro Jahr bei der Düngemittelherstellung bislang freigesetzt werden, schont die Heraeus-Innovation die Umwelt damit erheblich. Die Neuentwicklung ist sehr gut vom Markt angenommen worden, trägt sie doch dazu bei, die international geltenden Emissionsgrenzwerte („Kyoto-Protokoll“) von Lachgas einzuhalten.

Die W. C. Heraeus GmbH verarbeitet weltweit die Edelmetalle Gold, Silber und Platin und andere Platingruppenmetallen sowie die Sondermetalle Rhenium, Tantal, Niob und Beryllium primär zu industriellen Produkten für die Automobil-, Halbleiter-, Elektronik- und Medizinindustrie. Ein globaler Verbund aus über 30 Gesellschaften umfasst Fertigungsstätten für alle Stufen der Edelmetallgewinnung und -verarbeitung. W. C. Heraeus nimmt im industriellen Edelmetallhandel international eine herausragende Position ein.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Sensoren, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz von über 9 Milliarden Euro und weltweit mehr als 10.600 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit 150 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ansprechpartner: W. C. Heraeus
Stefan Lang
Phone +49 (0) 6181.35-3740
Fax +49 (0) 6181.35-8620

Dr. Uwe Jantsch
Tel. +49 (0) 6181.35-5279
Fax +49 (0) 6181.35-3533
W. C. Heraeus GmbH
Engineered Materials Technology
Heraeusstr. 12 – 14
63450 Hanau, Germany
precious-metals-technology@heraeus.com

Dr. Jörg Wetterau
Konzernkommunikation
Manager Technologiekommunikation
Heraeus Holding GmbH
Heraeusstraße 12-14
63450 Hanau
Tel. +49 (0) 6181.35-5706
Fax. +49(0) 6181.35-4242
Joerg.wetterau@heraeus.com

Ansprechpartner für Medien

Dr. Jörg Wetterau Heraeus

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