Nachhaltige Mobilität durch regenerativ erzeugten Wasserstoff
„In eindrucksvoller Weise hat BMW weltweit für Wasserstoff als alternativen Kraftstoff geworben“, sagte Staatssekretär Henner Wittling zum Abschluss der BMW Clean Energy World Tour 2001. Dieses Engagement für Wasserstoff als alternativen Kraftstoff „deckt sich mit den Zielen der 1998 gegründeten Initiative ’Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES)’, in der BMW maßgeblich beteiligt ist.“ Die VES ist eine gemeinsame Initiative der Automobilunternehmen BMW, DaimlerChrysler, MAN, Opel und VW sowie der Energieunternehmen ARAL, BP, RWE und Shell, die durch die Bundesregierung unterstützt wird. Die VES-Unternehmen haben sich in diesem Jahr auf Wasserstoff als Kraftstoff mit dem größten Zukunftspotenzial verständigt.
Bis zum Umstieg auf einen alternativen Kraftstoff würden Kraftstoffe auf fossiler Basis noch über viele Jahre Hauptenergieträger im Verkehrsbereich sein, prognostizierte Wittling. Nachdem bei den Schadstoffemissionen große Erfolge erzielt worden seien, bleibe es mit Blick auf die Treibhausgase weiter notwendig, die Möglichkeiten der CO2-Reduktion durch verbrauchsärmere Motoren und kraftstoffsparende Fahrweise intensiv zu nutzen. Auch bei weitgehender technischer Realisierung dieser Maßnahmen gelte es, mit Blick auf das zu erwartende Verkehrswachstum frühzeitig Maßnahmen zu treffen, die eine umweltverträgliche Mobilität auch zukünftig gewährleisten und Restriktionen der Mobilität weitestgehend entbehrlich machen.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen arbeite gemeinsam mit den Unternehmen der VES daran, diese Initiative noch internationaler auszugestalten. Auf EU-Ebene solle den alternativen Kraftstoffen, die aus regenerativer Energie hergestellt werden, größere Beachtung geschenkt werden.
Zur Unterstützung dieser Entwicklung hat die Bundesregierung das für das Jahr 2002 geplante Projekt Clean Energy Partnership Berlin in ihre nationale Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen. VES-Unternehmen und weitere Partnerunternehmen wollen in diesem gemeinsamen Projekt Wasserstoffversorgung und Fahrzeugtechnik unter Alltagsbedingungen testen und fortentwickeln.
„Die Automobilindustrie, die ein wesentlicher Wirtschafts- und Innovationsmotor ist, kann zu einer bedeutenden Triebfeder dieser Technologie in der deutschen Wirtschaft werden – nicht nur im mobilen Bereich, sondern aufgrund der Synergien auch für stationäre Anwendungen“, hob Staatssekretär Wittling hervor. Hieraus seien positive Beschäftigungseffekte zu erwarten.
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