Eurospace-Forschung auf der ILA Berlin Eurospace GmbH auf der ILA 2006 in Halle 7, Stand 7260

Die auf Luft- und Raumfahrttechnik fokussierte High-Tech-Beratungsgesellschaft Eurospace gibt auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2006 (16. bis 21. Mai in Berlin) Einblicke in aktuelle Beratungs- und Forschungsprojekte. Unter dem Slogan „Next Generation“ informiert Eurospace, assoziiertes Mitglied des BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie eV), auf dem Gemeinschaftsstand des LRT Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrt Sachsen/Thüringen eV (Halle 7, Stand 7260) über Entwicklungen aus der Avionik- und Satellitentechnik der nächsten Generation. Aus den Bereichen Satellitenverkabelung sowie Test- und Simulation werden ebenfalls die aktuellen Projekte vorgestellt.

Satellitenprojekte der nächsten Generation mit Eurospace

Für Astrium in Friedrichshafen wurden beispielsweise eine ganze Reihe wissenschaftlicher Erdbeobachtungssatelliten mit Kabelbäumen ausgestattet. Nur mit den Kabeln von Eurospace können die Missionen CHAMP (CHAllenging Minisatellite Payload) und GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) überhaupt die gewonnenen Daten über das Erdmagnetfeld an die Wissenschaftler vom Geoforschungszentrum in Potsdam senden. Für die Integration am TerraSAR, dem zukünftigen Satellit für die Fernerkundung der Erde mit Radar, ist zurzeit ein Eurospace-Team am Bodensee, damit der Satellit wie geplant Ende Oktober starten kann. Auch hierbei ist das Eurospace Forschungs- und Entwicklungszentrum in Flöha bei Chemnitz inzwischen ein anerkannter Partner bei verschiedenen europäischen Satellitenherstellern.

Unter der Mitwirkung der Eurospace-Ingenieure wurden seit der Firmengründung 1993 schon zahlreiche Satelliten erfolgreich in die Umlaufbahn geschossen. Aktuell ist im Eurospace Forschungs- und Entwicklungszentrum für Luft- und Raumfahrt die elektrische Verkabelung für die Galileo-Satellitengeneration angelaufen. Gemeinsam mit der Firma Kayser-Threde in München werden die ersten vier Satelliten des Galileosystems verkabelt. Eurospace hat somit einen erheblichen Anteil an der Entwicklung des größten europäischen Satellitennavigationssystems, das Ende 2010 betriebsbereit sein soll.

Komplexe Avionik als „Herzstück“ moderner Flugzeuge

Brandaktuell ist die Präsentation der Ergebnisse aus dem Bau von leistungsfähigen Test- und Simulationssystemen für die immer umfangreicheren Avionik-Komponenten moderner Flugzeuge und Hubschrauber. Da sind zum einen große Testsysteme, die im Rahmen der Entwicklung der elektronischen Baugruppen benötigt werden, um diese auf Herz und Nieren zu erproben. Und auf der anderen Seite sind das Prüfmittel, die in der Endabnahme bei der Fertigung von Flugzeugen oder im Service zum Einsatz kommen. Die Prüfungen müssen weitgehend standardisiert und möglichst automatisch ablaufen, um subjektive Fehlerquellen auszuschalten. Dem Werker darf schließlich kein Fehler entgehen.

Komplexe Avionik stellt das „Herzstück“ moderner Flugzeuge dar. Die Entwicklung und Verifikation dieser Systeme, aber auch deren Pflege und Wartung, erfordern Test- und Simulationssysteme, wie sie Eurospace spezifiziert, entwickelt und fertigt. Bereits im Vorfeld der Entwicklung müssen Simulationsverfahren möglichst genaue Daten einer technischen Lösung liefern, betonen die Berater. Mathematische Modelle, Signal- und Systemanalysen sowie messtechnische Verifikationen gehören daher ebenfalls zu den „Werkzeugen“ von Eurospace. Die High-Tech-Berater haben unter anderem damit maßgeblich zur Entwicklung des größten Flugzeugs der Welt, dem Airbus A380, beigetragen.

Mit dem Einzug der Computertechnik einher geht die immer aufwändigere Prüfung der zugehörigen Software, ohne die bekanntlich kein Mikrocontroller arbeiten kann. In den großen Testsystemen wird den jeweils zu testenden Baugruppen der „Rest“ des Flugzeuges durch leistungsfähige Rechnersimulationen „vorgespielt“. Die Baugruppe selber erkennt dabei nicht, ob die Signale an den Steckern aus dem wirklichen Flugzeug kommen oder aus dem Teststand. Diese Technologie wird Hardware-In-The-Loop (HIL) genannt. Ein wesentlicher Teil der Testsysteme ist die Modellierung der verschiedenen Teilsysteme eines Flugzeuges. Da diese Aufgabe spezielle Kenntnisse in mathematischen Verfahren erfordert, ist die mathematische Simulation eine Konsequenz aus der Entwicklung von HIL-Systemen.

Eurospace gehört zu den führenden deutschen High-Tech-Beratungsgesellschaften. Nach der Gründung 1993 zunächst auf Raumfahrt und Satellitentechnik spezialisiert, befasst sich das Unternehmen heute in einer Vielzahl von Märkten mit Zukunftsprojekten, die nächste Generationen in der jeweiligen Branche bestimmen. Zu den Gebieten zählen Automobil und Transport, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Telekommunikation sowie die Fertigungs-, Halbleiter- und Konsumgüterindustrie. Das Eurospace-Konzept des Project-Life-Cycle umfasst alle Projektphasen von der Strategie über die fachliche Expertise bis hin zur Implementierung. Eurospace gehört seit 1996 zur Altran Group, die weltweit mit über 100 Tochtergesellschaften vertreten ist, und beschäftigt zur Zeit bei Wachstumsraten von jährlich über 20 Prozent mehr als 270 Consultants in Deutschland. Neben einem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Chemnitz unterhält Eurospace Geschäftsstellen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.

Ansprechpartner für Medien

presseportal

Weitere Informationen:

http://www.eurospace.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Niedertemperaturplasmen: Die maßgeschneiderte Welle

Plasmen werden in der Industrie zum Beispiel eingesetzt, um Oberflächen gezielt zu verändern, etwa Brillengläser oder Displays zu beschichten oder mikroskopische Kanäle in Siliziumwafer zu ätzen – eine Milliarden-Dollar-Industrie. Allerdings…

Innovationen durch haarfeine optische Fasern

Wissenschaftler der Universität Bonn haben auf ganz einfache Weise haarfeine, optische Faser-Filter gebaut. Sie sind nicht nur extrem kompakt und stabil, sondern auch noch in der Farbe abstimmbar. Damit lassen…

So schlank werden die Häuser der Zukunft

Ingenieurinnen und Ingenieure der HTWK Leipzig erforschen neue Materialien, um Gebäude nachhaltiger zu machen und Ressourcen zu sparen In der Einsteinstraße in Dresden entsteht aktuell ein Haus, das einen Einblick…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen