Vom All zum Alltag: Weltraumforschung trifft Medizin

ESA-Astronaut spricht auf der MEDICA über seine Erfahrungen

Medizingeräte, die für die Weltraumforschung entwickelt wurden, haben in den letzten Jahren auch immer mehr Einzug in den Klinik- und Praxisalltag auf der Erde gehalten. Die Europäische Weltraumorganisation ESA stellt im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse MEDICA 2005 in Düsseldorf modernste Methoden der Raumfahrtmedizin und ihre Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Humanmedizin vor.

Unter dem Motto „Space meets Medicine“ zeigen die ESA und ihre Kompetenzpartner aus Deutschland, Frankreich, Russland und den Niederlanden die Nutzungsmöglichkeiten der Internationalen Raumstation ISS. Denn auf der ISS, in 450 Kilometern Höhe, herrschen unter Schwerelosigkeits-Bedingungen die idealen Voraussetzungen für medizinische Forschungen. So können an gesunden Raumfahrern Gesundheitsprobleme älterer Menschen wie Muskel- und Knochenschwund, Kraftlosigkeit, Rückenbeschwerden und Kreislaufprobleme studiert werden.

Am 18. November, um 14.30, berichtet ein echter Weltraumfachmann, ESA-Astronaut Frank de Winne, über seine Erfahrungen mit dem Leben und Arbeiten in der Schwerelosigkeit. Im Mittelpunkt der Präsentation im Veranstaltungsraum 201 (Eingang Nord des Düsseldorfer Messegeländes) steht darüber hinaus das SURE (The International Space Station: a Unique, Research Infrastructure)-Projekt der ESA. Mit dieser Initiative sollen vor allem Wissenschaftler und Unternehmen aus den neuen, osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten und den Anwärterländern Rumänien und Bulgarien die Möglichkeit bekommen, neue Produkte und Technologien aus dem Bereich der Physik, Gesundheit und Ernährung unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit auf der ISS zu testen.

Die MEDICA 2005 ist noch bis Samstag, 19. November, in den Hallen 1 bis 17 des Düsseldorfer Messegeländes geöffnet. Weitere Informationen im Internet: http://www.medica.de / http://www.compamed.de / www.esa.int.

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Martin-Ulf Koch presseportal

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