Hydrogen Expo USA zeigt marktreife Lösungen

Steigende Benzinpreise machen Wasserstoffautos attraktiv
Kein Feinstaub bei Wasserstoffverbrennungsmotor und Brennstoffzelle

Ein kleine Revolution auf der Messe Hydrogen Expo USA in Washington DC blieb fast unbemerkt: zum ersten Mal durfte ein mit Wasserstoff (H2) betanktes Fahrzeug in die Messehalle hineinfahren. Kein nervöser Vertreter der Feuerwehr, keine Sicherheitsbedenken auf Seiten des Hallenbesitzers. Während in der Vergangenheit solche Autos noch mit geleertem Tank bis auf den Messestand geschoben werden mußten, konnte der für die Ausstellung vorgesehene Honda FCX einfach in seine Parkposition gefahren werden. Wasserstoffautos sind erwachsen geworden und haben sich längst von einer futuristischen Idee zu einer echten Alternative zum immer teurer werdenden Benzin- oder Dieselantrieb gemausert.

Siebzehn H2-betriebene Fahrzeuge, darunter ein schnittger Rennwagen von BMW, ein Golf-Cart und drei Busse, wurden auf der Hydrogen Expo USA und der gleichzeitig stattfindenden Jahrestagung der National Hydrogen Association vom 29. März bis 1. April 2005 in der US-Hauptstadt präsentiert. Die Mehrzahl der Autos konnten auf einem Testparcour probegefahren werden und so den Teilnehmern ein Gefühl für die Mobilität von morgen vermitteln. Zu den Herstellern, die Fahrzeuge für den Testparcour zur Verfügung stellten, gehörten DaimlerChrysler, Ford, GM, Honda, Toyota und UTC Fuel Cells, die den Antrieb für einen der Brennstoffzellenbusse entwickelt haben.

„Zu glauben daß die Benzinpreise in naher Zukunt noch einmal wesentlich sinken werden ist Wunschdenken“, stellte Ines Freesen, Geschäftsführerin des Hydrogen Expo USA-Veranstalters Freesen & Partner fest. „Im Gegenteil, das Ende ist noch nicht in Sicht, und es trifft uns als erstes an der Tankstelle. Das macht wasserstoffbetriebene Fahrzeuge nicht nur zu einer umweltschonenden Alternative, die uns beim Kampf gegen die Luftverschmutzung in den Städten und gegen die Auswirkungen klimaschädigender Gase hilft. Sie stellen zunehmend auch eine wirtschaftlich interessante Option dar.“ Bei der Verbrennung von Wasserstoff im Hubkolbenmotor, wie im BMW 745h, oder der Nutzung durch die Brennstoffzelle, beispielsweise im auf der Mercedes A-Klasse basierenden F-Cell, entsteht kein Feinstaub.

Die Messe zeigte die gesamte Kette von der H2-Produktion, der Verdichtung oder Verflüssigung und Speicherung des Gases, bis zu seiner Verteilung an Wasserstofftankstellen. Zu den Exponaten gehörten außerdem Brennstoffzellensysteme, Materialien und Bauteile, Teststationen und unterschiedliche Anwendungen für den Verkehrssektor, die Hausenergieversorgung und netz-unabhängige, tragbare Geräte. „Als Energiespender für die Strom- und Wärmeversorgung von privaten Haushalten und Gewerbeeinheiten bieten Brennstoffzellen eine sichere, saubere und verläßliche Technologie“, fügte Freesen hinzu. „Und mit den explodierenden Preisen für Öl, Gas und Strom wird diese Technologie, die in der Vergangenheit oft als zu teuer galt, immer mehr zu einer echten Alternative.“

65 internationale Anbieter zeigten marktreife Lösungen auf der Hydrogen Expo USA, die 1.100 Fachbesucher anzog. Verglichen mit der letzen Veranstaltung in Washington DC im Jahr 2003 bedeutet dies ein Anstieg bei den Ausstellerzahlen um 180 (!) Prozent, bei den Besucherzahlen um 70 Prozent. Das zunehmende Interesse am Thema und an der Messe spiegelt sich auch in den Zugriffszahlen für die Internetseite www.hydrogenexpo.com wieder, die sich im Vergleich zum letzten Jahr auf knapp 40.000 Visits verdreifacht haben. Entsprechend zufrieden zeigten sich die beteiligten Firmen. „Die Hydrogen Expo USA ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um mit potenziellen Kunden, Partnern und Investoren ins Gespräch zu kommen“, sagte Ricky Gujral, Geschäftsführerin von Hydrogen Power Inc., einem Hersteller von H2-Generatoren. „Sowohl die Ausstellung als auch die Vortragsforen bieten ein wichtiges Forum für unsere Technologie. Hydrogen Power Inc. hat erstmals auf der Hydrogen Expo 2004 ausgestellt, und wir haben die Veranstaltung nun jährlich auf dem Kalender, um unsere Fortschritte vorzustellen.“

„Die Messe ist ein hervorragendes Kontaktforum für uns“, resümierte Osama Al-Qasem, Leiter Vertrieb und Marketing bei PDC Machines Inc., einem Anbieter von Wasserstoffkompressoren. „Die meisten der Hydrogen Expo USA-Aussteller sind inzwischen unsere Kunden und kaufen unsere Membrankompressoren. Wir haben uns bereits für die Expo in 2006 angemeldet.“ „Pressure Products Industries Inc. war mit der Beteiligung sehr zufrieden“, kommentierte Michael Walsh, Vertriebsleiter bei dem Hersteller von Membrankompressoren, die Messe. „Die Expo bot eine ausgezeichnete Gelegenheit, unser Funktionsmodell eines H2-Kompressors vorzustellen. Die Messe war sehr gut organisiert und lief reibungslos für uns ab. Die Networking-Empfänge stellten zusätzlich eine ausgezeichnete Möglichkeit für Aussteller und Konferenzteilnehmer dar, um sich in angenehmer Atmosphäre auszutauschen.“

Die nächste Hydrogen Expo USA findet wieder zusammen mit der NHA Annual Conference vom 11. bis 16. März 2006 in Long Beach, CA statt. – www.hydrogenexpo.com

Über die Hydrogen Expo:

Hydrogen Expo(TM) USA ist die führende Veranstaltung für Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien in Nordamerika. Die Messe wird von der Freesen & Partner GmbH organisiert, einem Beratungs- und Veranstaltungsunternehmen, das sich auf die Märke Energie, Umwelt und Entsorgung spezialisiert hat. 2001 startete Freesen & Partner mit der H2Expo in Hamburg die erste eigenständige Fachmesse und Konferenz für Wasserstoff und Brennstoffzellen in Europa. In den Vereinigten Staaten kooperiert das Unternehmen mit der National Hydrogen Association (NHA) und organisiert die Hydrogen Expo USA neben der renommierten Jahreskonferenz des Verbandes.

Pressekontakt:

Ines Freesen, Freesen & Partner GmbH, Schwalbennest 7a, 46519 Alpen, Germany
Tel. +49-2802-948484-0, Fax +49-2802-948484-3
Email: info@hydrogenexpo.com

Media Contact

Ines Freesen Freesen & Partner GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kunststoffe – alles Müll?

»Open Lab« im Fraunhofer LBF gibt Einblicke in die Kunststoffforschung. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Darmstadt vor 25 Jahren den Ehrentitel »Wissenschaftsstadt«. Auch das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit…

Zukunft der Ampel wird weiter erforscht

Das Forschungsprojekt „KI4LSA“, welches die Frage beantworten sollte, ob die Steuerung von Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz (KI) den Verkehrsfluss verbessern kann, bringt Fraunhofer im August 2022 zum Abschluss. Über 30…

Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Forschende der FAU nutzen Adrenalin-Rezeptoren für hochwirksame Analgetika. Neuartige Substanzen, die Adrenalin- statt Opioid-Rezeptoren aktivieren, haben eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung wie Opiate, jedoch keine negativen Folgen wie Atemdepression und Abhängigkeit….

Partner & Förderer