Deutsche Messe AG: Produktinnovationen entscheiden über den Unternehmenserfolg

Die Werkzeuge bleiben, aber die Prozesse verändern sich

Das Product Lifecycle Management (PLM) verändert bereits heute die Art der Zusammenarbeit produzierender Unternehmen. Es sorgt dafür, dass auch unternehmensübergreifende Partnerschaften zuverlässig funktio­nieren und Zeit sowie Kosten im Rahmen bleiben. Die damit verbundenen Potenziale präsentiert die Digital Factory, Fachmesse für integrierte Pro­zesse und IT-Lösungen, im Verbund der HANNOVER MESSE (11. bis 15. April 2005).

Ein stetiges Wachstum des weltweiten PLM-Marktes von heute rund 13 auf über 20 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 erwarten die Marktfor­scher der amerikanischen Cimdata Inc., Ann Arbor und Paris. Cimdata unterteilt den PLM-Markt in zwei Bereiche: einerseits cPDM (Collabora­tive Product Definition Management) und andererseits Authoring- und Analyse-Werkzeuge. Letztere umfassen die bekannten Programme zum Generieren der Daten wie etwa CAD (Computer Aided Design) oder CAE (Computer Aided Engineering). Damit werden die prinzipiellen Entwürfe von Komponenten gestaltet und Analysen wie etwa zur Bruchfestigkeit oder zum Temperaturverhalten von Bauteilen oder fertigen Produkten durchgeführt.

Darauf aufbauend folgt der Bereich, in dem Hersteller diese Informatio­nen all jenen zur Verfügung stellen müssen, die innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens am Projekt beteiligt sind. Cimdata spricht deswegen nicht vom Produkt-Daten-Management (PDM) – was zunächst nur ein Werkzeug zum Verwalten der Produktdaten in der Entwicklung ist -, sondern vom „Collaborative Product Definition Management“. Damit betonen die Marktforscher in ihrer Definition die Zusammenarbeit zwischen beteiligten Unternehmen.

Wirkt dieser Unterschied zunächst rein akademisch, fällt bei genauerem Hinsehen auf, dass sich dahinter der Kern des Product Lifecycle Manage­ments verbirgt. Zunächst definieren sicherlich Systeme wie CAD, CAM (Computer Aided Manufacturing), CAE oder PDM das, was technisch möglich ist; die Entwickler erhalten durch sie ihre Werkzeuge. Für das darüber hinaus gehende PLM gibt es nun aber kein Softwaretool, das nur installiert werden müsste, um PLM zu betreiben. Hier geht es vor allem um die Prozesse und Abläufe im Unternehmen, aber auch darüber hinaus im Zusammenspiel mit Partnern, OEM und Zulieferern. Nicht zuletzt soll auch der Kunde in die Abläufe integriert werden. Diese Prozesse bezeich­net Cimdata als Collaborative Product Definition Management. Mit ande­ren Worten: CAD und PDM sind Werkzeuge für eine bestimmte Aufgabe, cPDM liefert die Verfahren und Prozesse für eine unternehmensin- und -externe Zusammenarbeit. Beides zusammen ergibt erst das, was sich hinter dem Product Lifecycle Management verbirgt.

Cimdata sagt insbesondere dem cPDM-Segment ein höheres Wachstum voraus. 2003 lag das Volumen bereits bei 4,5 Milliarden US-Dollar, acht Prozent mehr als 2002. 2008 sollen über neun Milliarden US-Dollar auf die­sen Bereich entfallen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachs­tum von 15 Prozent entspricht. Der Authoring- und Analyse-Anteil soll um durchschnittlich „nur“ 3,5 Prozent in den nächsten fünf Jahren wach­sen und 2008 bei 11,3 Milliarden US-Dollar liegen. Ed Miller, Präsi­dent von Cimdata, sieht in diesen Zahlen einen klaren Beleg dafür, dass die Anwender den Nutzen von PLM erkannt hätten. „Andauernde Investi­tio­nen in neue und erweiterte PLM-Lösungen bestätigen, dass die Unter­nehmen die fundamentale Wichtigkeit des PLM für ihre Wettbewerbsfä­higkeit erkennen.“ In den 90er Jahren hätten viele in Lösungen für das Enterprise Resource Management (ERP) investiert, um effizienter zu arbeiten. Doch nun breite sich die Erkenntnis aus, dass „Produkt- und Prozessinnovationen kritische Faktoren für den Unternehmenserfolg sind“, sagt Miller abschließend.

Hannover Messe 2005

Vom 11. bis 15. April vereint das hannoversche Messegelände elf inter­natio­nale Leitmessen unter einem Dach: Dazu gehören die Factory Automation, die „INTERKAMA+“, die „Motion, Drive & Automa­tion“, die „Digital Factory“, die „MicroTechnology“, die „Research & Tech­nology“, die „Energy“, die „ComVac“, die „SurfaceTech­nology mit Powder Coa­ting Europe“, die „Subcontracting“ und die „Industrial Servi­ces & Equip­ment“. Diese internationalen Leitmessen sind jeweils weltweit führend in ihrer Branche, sowohl in der Ausstellungsflä­che als auch in der Tiefe des Angebo­tes. Insgesamt präsentieren auf der HANNOVER MESSE 2005 über 6 000 Aussteller aus 60 Ländern auf über 200 000 Quadratmetern Nettoaus­stellungsfläche ihre technologi­schen Neuent­wicklungen für alle indus­triellen Wirt­schaftszweige.

Media Contact

Tanja Meyer Deutsche Messe AG

Weitere Informationen:

http://www.hannovermesse.de

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