EvitaXL mit automatischer Beatmungsentwöhnung in Kombination mit neuer Software-Option zur lungenprotektiven Beatmung

Auf der Medica 2004 präsentiert die Dräger Medical AG & Co. KGaA ihr vollendetes Konzept der schonenden intensivmedizinischen Beatmung mit der EvitaXL. Durch die automatische Entwöhnung mittels des wissensbasierten Weaningsystems SmartCare™/PS am Ende der Beatmungskette gelingt es, die Liegezeit auf der Intensivstation zu verringern und die Dauer der Intensivbeatmung zu verkürzen. Darüber hinaus verspricht die Optimierung der Einstellungen während der kritischen Anfangsphase der Beatmung, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Erreicht wird dieses Ziel mit der Kombination des so genannten Lung Protection Packages (Software-Option zur lungenprotektiven Beatmung) und SmartCare.

Die ersten Erkenntnisse einer Multi-Center-Studie unter der Leitung von Laurent Brochard, MD, Professor für Intensivmedizin, Hôpital Henri Mondor, Créteil, France, präsentiert auf dem Europäischen Kongress für Intensivmedizin ESICM im Oktober 2004 in Berlin , belegen, dass durch den Einsatz von SmartCare die Therapiezeit signifikant verkürzt und damit im Ergebnis Kosten gesenkt werden. Auf fünf Intensivstationen verschiedener Universitätskliniken in Frankreich, Spanien, Belgien und der Schweiz wurden im vergangenen Jahr über einen Zeitraum von neun Monaten 74 Patienten mit SmartCare und 71 Patienten mittels herkömmlichen Protokollen von der Intensivbeatmung entwöhnt. Das vorläufige Ergebnis: Bei Nutzung von SmartCare sank die durchschnittliche Dauer der Entwöhnung von vier auf zwei Tage, die Dauer der Beatmung selbst von neun auf sechs Tage und die Liegezeit auf der Intensivstation sank von 17 auf 12 Tage.

Die jetzt mögliche Kombination von SmartCare mit dem Lung Protection Package soll diese Therapie- und Kostenerfolge noch steigern. Dreh- und Angelpunkt dieser neuen Option der lungenprotektiven Beatmung sind unterschiedliche Einstellhilfen, um für jeden Patienten die individuell notwendigen Volumina- und Druck-Verhältnisse und deren Kombination abzulesen, einzustellen und die dadurch erzielten Veränderungen für das klinische Personal anschaulich sichtbar zu machen. Das Ziel: ein schonender Gasaustausch, bei dem typische Nebenwirkungen wie Überdehnungen oder schädigendes Zusammenfallen von einzelnen Alveolen oder der gesamten Lunge vermieden wird. Die neue Software-Option umfasst QuickSet™ (unmittelbares Verstellen von Parametern in Echtzeit), PressureLink (Kopplung von Inspirationsdruck und positiv endexpiratorischem Druck) und die Darstellung von Recruitment-Trends. Mit diesen Funktionen können unterschiedliche Recruitment Manöver gesteuert werden. Andererseits werden mittels des Manövers „Low Flow PV Loop“ die elastischen Eigenschaften der Lunge während der Ein- und Ausatmung in einer PV-Schleife aufgezeichnet, anhand derer die Einstellungen der EvitaXL optimiert werden können.

Media Contact

Birgit Diekmann Dräger Public Relations

Weitere Informationen:

http://www.draeger-medical.com

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Klimawandel verursacht Artensterben im Schwarzwald

Schon heute hinterlässt der Klimawandel in den Mooren im Schwarzwald seine Spuren. Durch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden sind dort in den vergangenen 40 Jahren bereits zwei typische Pflanzenarten ausgestorben….

Experiment bildet Elektronentransfer im Molekül ab

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena entwickeln in dem neuen Projekt „Multiskalen Pump-Pump-Probe-Spektroskopie zur Charakterisierung mehrschrittiger Elektronentransferkaskaden“ (kurz: „Multiscale P3S“) eine bisher einzigartige Untersuchungsmethode, um genau unter die Lupe zu…

Leistungstest für neuronale Schnittstellen

Freiburger Forschende entwickeln Richtlinie zur einheitlichen Analyse von Elektroden Wie sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Leistungsfähigkeit neuronaler Elektroden messen und definieren, wenn es keinen einheitlichen Standard gibt? Die Freiburger Mikrosystemtechnikerin…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close