Frankfurter Bankenmesse zieht positive Bilanz

Aufwärtstrend für IT-Anbieter bei Banken und Versicherungen

Es geht aufwärts für die Anbieter von Informationstechnologie für Banken und Versicherungen, so der Tenor der European Banking & Insurance Fair 2003 (EBIF), die in Frankfurt am Main stattgefunden hat: Die Talsohle scheint jedenfalls durchschritten. Nachdem die Finanzbranche in den vergangenen Jahren ihre Budgets für externe Beratung und IT-Projekte drastisch zurückgefahren hatte, spielten Investitionen nun wieder eine dominierendere Rolle.

Viele Unternehmen müssten schon allein deshalb in IT investieren, um die neuen behördlichen Anforderungen zu erfüllen, sagte Thomas Schütz, Geschäftsführer der Messe Frankfurt Ausstellungen. Der Kostendruck zwinge die Finanzunternehmen nach effizienten Lösungen zu suchen. Standardisierung und Outsourcing seien die großen Trends, so Schütz weiter.

Diese Einschätzung teilt auch Helmut Reisinger, Geschäftsführer des Stuttgarter IT-Unternehmens NextiraOne. „Management- und Service-Kosten betragen bis zu 50 Prozent der gesamten TK- und IT- Kosten. Hier ist tatsächlich durch Outsourcing ein enormes Einsparpotenzial möglich. Es können schnell Kostenvorteile von 20 bis 30 Prozent in den laufenden Kosten bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung durch eine effizientere Nutzung der eingesetzten Technik und eine Optimierung der darauf abgebildeten Prozesse erzielt werden“, so Reisingers Resümee. Nach Erfahrung von NextiraOne sind gerade große, heterogene Konzerne, wie auch in der Fläche stark verteilte Organisationen besonders für die komplette Auslagerung von IT- oder TK-Aufgaben prädestiniert.

Wie Produktionsunternehmen in der Vergangenheit stünden heute die Banken vor der Herausforderung, sich auf die Kernbereiche ihres Geschäftes zu konzentrieren. Outsourcing sei in diesem Zusammenhang mehr als ein Kostensenkungsinstrument, sondern werde auch in Deutschland zunehmend als Instrument zur Unterstützung der strategischen Positionierung erkannt.

Ein anderes beherrschendes Thema auf der EBIF waren die Folgen von Basel II. Um die Anforderungen zu erfüllen, müssen Kreditinstitute bereits heute mit dem Aufbau großer Datenbanken beginnen, mit denen sie später die Bonität ihrer Kreditnehmer prüfen und klassifizieren können. Aber auch die Eigenkapitalvorschriften von Basel II eröffnen neue Möglichkeiten des Outsourcing.

Die EBIF findet bereits seit 1998 in Frankfurt statt, allerdings in diesem Jahr erstmalig unter diesem Namen. Um der zunehmenden Verflechtung von Banken und Versicherern gerecht zu werden, wurde „Technology“ gegen „Insurance“ ausgetauscht. Sowohl die Aussteller-, als auch die Besucherzahlen blieben im Vergleich zum letzten Jahr stabil. 314 Aussteller präsentierten ihre Lösungen rund 9.000 Fachbesuchern.

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Gunnar Sohn pressetext.deutschland

Weitere Informationen:

http://www.eurobanktech.com/

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