Technische Dokumentation multimedial


Ein Multimedia-Maschineninformationssystem soll in Zukunft Maschinenbedienern und dem Instandhaltungs- und Service-Personal das Leben leichter machen. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) entsteht es derzeit im Rahmen des Forschungsvorhabens »mumasy«.

Multimedial aufbereitete und standardisierte Informationen direkt an der Maschine sollen in Zukunft den Maschinenbedienern sowie dem Instandhaltungs- und Service-Personal das Leben leichter machen. Das ist die Zielsetzung eines Multimedia-Maschineninformationssystems, dessen Entwicklung das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Forschungsvorhabens »mumasy« fördert. Insgesamt zwölf Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau und zwei Fraunhofer-Institute arbeiten unter der Koordination der VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation (VFI) mbH gemeinsam daran. »Wir verfolgen im Wesentlichen drei Ziele«, erklärt Frank Goeltl vom Fraunhofer IPA: »Die gesamte technische Dokumentation soll mit Text, Bild und Ton so aufgebaut und zugänglich gemacht werden, dass sich dem Anwender alle Informationen, die er braucht, rasch und unkompliziert erschließen. Sie sollen ihm in Zukunft auch genau dort zur Verfügung stehen, wo er sie braucht, nämlich direkt an der Maschine, und das in standardisierter Form«, so Goeltl.

Die technische Dokumentation zu standardisieren ist nötig, um den Austausch von Informationen zwischen Herstellern, Zulieferern und Kunden in den verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus von der Inbetriebnahme über die Nutzung und Wartung bis hin zur Schulung und Fehlerdiagnose zu vereinfachen und damit schneller und eindeutiger zu machen. Die bisherige technische Dokumentation weist oft eine Reihe von Defiziten auf: Sie ist uneinheitlich, nicht immer aktuell und nur eingeschränkt wiederverwendbar. Ein wesentlicher Teil des Projekts ist darum die Erstellung bzw. Anpassung einer DTD (Document Type Definition). Mit einer DTD können mit Hilfe von Metasprachen wie XML (eXtensible Markup Language) oder SGML (Standard Markup Language) Daten strukturiert erfasst und weitergegeben werden. Die Nutzung dieser Technologie setzt allerdings den Einsatz neuartiger Software-Werkzeuge voraus. Innerhalb des Projekts entwickeln diese u. a. Eigner und Partner, Karlsruhe, und INA COI, Herzogenaurach. Das entsprechende Lasten- und Pflichtenheft erstellt das Fraunhofer IPA in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und der FISW Steuerungstechnik GmbH, Stuttgart.

Das Gesamtprojekt »mumasy« wird auf der SPS/IPC/DRIVES 2000 vorgestellt, die vom 28. bis 30 November in Nürnberg stattfindet. (Halle 2, Stand 400).
Projektpartner:
APS GmbH, Aachen
INA COI GmbH, Herzogenaurach
Dorst GmbH & Co., Kochel am See
Eigner+Partner AG, Karlsruhe
Homag Maschinenbau AG, Schopfloch
KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Liebherr GmbH, Biberach/Riß
Schuler Pressen GmbH & Co. KG, Göppingen
Joseph Vögele AG, Mannheim
Wirtgen GmbH, Windhagen
VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation mbH,
Frankfurt am Main
Fraunhofer-Institut ISI, Karlsruhe
Fraunhofer-Institut IPA, Stuttgart
FISW Steuerungstechnik GmbH, Stuttgart
Serco GmbH & Co. KG, Bonn


Projektträger:
Multimedia DLR Köln


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Frank Goeltl, Telefon: 0711/970-1388, Telefax: 0711/970-1926, 
E-Mail: frg@ipa.fhg.de

VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation (VFI) mbh, Lyonerstr. 18, 60528 Frankfurt/Main
Dr.-Ing. Beate Stahl, Telefon: 069/6603-1295, Telefax: 069/6603-1673, 
E-Mail: beate.stahl@vdma.org

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Media Contact

Dipl.-Ing. Michaela Neuner idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Sensorlösung prüft Elektrolythaushalt

Optischer Mikroringsensor zur quantitativen Bestimmung von Elektrolyten. Elektrolyte sind entscheidend für den Wasserhaushalt und die Flüssigkeitsverteilung im menschlichen Organismus. Da sich die geladenen, im Blut gelösten Teilchen in ihrem komplexen…

Individualisierte Fingergelenksimplantate aus dem 3D-Drucker

Mehr Beweglichkeit durch KI: Die Remobilisierung von Fingergelenken, die durch Erkrankungen oder Verletzungen beeinträchtigt sind, ist ein Zukunftsmarkt der bedarfsgerechten Versorgung von Patientinnen und Patienten. Das Konsortium »FingerKIt«, in dem…

Vom Klimagas zum industriellen Rohstoff

Statt CO2 in die Atmosphäre zu entlassen, wo es den Klimawandel weiter antreibt, kann es auch als Rohstoff dienen: Etwa für industriell benötigte Substanzen wie Ameisensäure oder Methanol. Auf Laborebene…

Partner & Förderer