Auto erkennt die Handschrift

Für die Bedienung der Musikanlage und des Navigationssystems hat Siemens eine neuartige Eingabehilfe entwickelt. Sie basiert auf mehreren Tasten, einem Drehsteller mit einer integrierten berührungsempfindlichen Fläche – ähnlich der Maussteuerung auf Notebooks – auf der Autofahrer mit dem Finger schreiben können. Die Automobiltechnikspezialisten von Siemens VDO stellen das lernfähige System, das die Schriftzeichen des Benutzers erkennt und in eine Eingabe umsetzt, auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) vom 11. bis 21. September 2003 in Frankfurt vor.

Das neue System ist in die Armlehne des Fahrersitzes integriert und kann so bequem mit der Hand erreicht werden. Neben der höheren Bedienerfreundlichkeit bietet es auch mehr Sicherheit, da der Autofahrer den Blick auf der Straße lassen kann. Mit den Tasten rund um den Drehsteller, die auch frei programmierbar sind, können die Nutzer die wichtigsten Funktionen etwa Radio oder Navigation direkt anwählen. Im Drehsteller steckt das Touchpad. Dort wird die Bewegung des Fingers erfasst. Der Fahrer kann einzelne Buchstaben oder Silben schreiben, die Eingabe wird ihm dann zur Korrektur vorgelesen. Die Handschrifterkennungssoftware vergleicht die Eingaben mit abgespeicherten Zeichen und setzt die Befehle um. Das System ist lernfähig und daher personalisierbar. So kann der Fahrer eigene Zeichen definieren, etwa eine Musiknote, die ihn direkt zu einem bestimmten Sender bringt. Ein individuelles Zeichen kann er auch als Passwort verwenden.

Media Contact

Norbert Aschenbrenner Siemens NewsDesk

Weitere Informationen:

http://www.siemens.de/newsdesk

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kunststoffe – alles Müll?

»Open Lab« im Fraunhofer LBF gibt Einblicke in die Kunststoffforschung. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Darmstadt vor 25 Jahren den Ehrentitel »Wissenschaftsstadt«. Auch das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit…

Zukunft der Ampel wird weiter erforscht

Das Forschungsprojekt „KI4LSA“, welches die Frage beantworten sollte, ob die Steuerung von Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz (KI) den Verkehrsfluss verbessern kann, bringt Fraunhofer im August 2022 zum Abschluss. Über 30…

Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Forschende der FAU nutzen Adrenalin-Rezeptoren für hochwirksame Analgetika. Neuartige Substanzen, die Adrenalin- statt Opioid-Rezeptoren aktivieren, haben eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung wie Opiate, jedoch keine negativen Folgen wie Atemdepression und Abhängigkeit….

Partner & Förderer