Flexibilität gewährleisten, Komplexität beherrschen – die OOP 2008 im Rückblick

Heute Softwaresysteme sind komplexer und größer als je zuvor. Gleichzeitig ändert sich deren technische und organisatorische Umgebung immer schneller, weshalb Systeme flexibel und leicht erweiterbar sein müssen. Vor diesem Hintergrund konzentrierten sich viele Vorträge und Diskussionen der OOP 2008 auf die Themen Entwurf, Dokumentation, Bewertung und Modifizierung von Software-Architekturen. Neuesten Ansätze wie serviceorientierte Architekturen (SOA) sowie eine gezielte Verwendung von Architekturmustern spielten eine herausragende Rolle. Die diskutierten Ansätze zur Beherrschung der Komplexität konzentrierten sich auf State-of-the-Art- Entwurfspraktiken und Dokumentationsverfahren.

Das Fraunhofer IESE präsentierte auf der zeitgleich zur Konferenz stattfindenden Fachmesse seine Ansätze zur Analyse, Bewertung und Modernisierung von Architekturen bereits bestehender Softwaresysteme. Die im Rahmen von Forschungsprojekten entwickelte Applikation SAVE (Software Architecture Visualization and Evaluation) bietet unter anderem die Möglichkeit, die innere Struktur eines Systems und die Beziehungen zwischen seinen Bausteinen zum besseren Verständnis graphisch aufzubereiten. Das implementierte System kann anhand der detektierten Abweichungen von der geplanten Architektur en detail geprüft werden. Darüber hinaus ermöglichen die mit SAVE durchführbaren Analysen die Planung und Überwachung architekturbezogener Qualitätsverbesserungen. SAVE wurde im Jahr 2005 mit dem Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet und seitdem erfolgreich in Kooperation mit zahlreichen Industriepartnern angewendet.

Neben den architekturrelevanten Themen standen wie in den letzten Jahren Problemstellungen des Projektmanagements im Mittelpunkt der OOP 2008. Besucherinnen und Besucher informierten sich über aktuelle und aufkommende technische Entwicklungen zu Programmiersprachen wie Java und Ruby sowie domänenspezifischen Sprachen (DSL). Die nächste OOP findet vom 26.-30. Januar 2009 statt.

Ansprechpartner für Medien

Ralf Kalmar Fraunhofer IESE

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