intec 2008: Leichter und genauer messen – dank Carbon

Wer zum Beispiel nach der Fertigung die Innenschale eines Handys vermessen möchte, um produktionstechnische Mängel aufzudecken, oder beliebige Körper mit hoher Auflösung und Genauigkeit scannen will, der benötigt ein hochgenaues Mess- oder Scansystem. Die Firma Breuckmann GmbH in Meersburg hat sich darauf spezialisiert. Für ihr stereoSCAN 3D-Messsystem holte sie sich Unterstützung des Chemnitzer Instituts für Konstruktion und Verbundbauweisen e.V. (KVB).

Die Forscher dieses An-Institutes der TU Chemnitz entwickelten für dieses Messsystem eine neuartiges Tragsystem. Es besteht aus Hohlprofilen, die aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) gefertigt wurden. Der Einsatz dieser hochfesten Carbonfasern macht die Kunststoffe zu leistungsfähigen Konstruktionswerkstoffen mit einem beachtlichen Leichtbaupotenzial.

Deshalb sind ein geringes Gewicht und eine hohe Stabilität zwei entscheidende Vorteile carbonfaserverstärkter Kunststoffe gegenüber herkömmlichen metallischen Werkstoffen. Zudem können Temperaturwechsel den Teilen aus CFK kaum etwas anhaben.

Vom 26. bis 29. Februar 2008 werden die Forscher des Chemnitzer Instituts diese Innovation auf der 10. Industrie-Fachmesse intec in Leipzig vorstellen. Auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ (Halle 3, Stand I 51) der Leipziger Messe zeigen sie, wie der Träger und das Messsystem aufgebaut sind.

Die CFK-Träger werden im Chemnitzer Institut mittels Injektionsverfahren in Kleinserie gefertigt. Vorteile dieser Technologie sind die gute Reproduzierbarkeit und hohe Oberflächenqualität der Teile. Im Anschluss werden bei der Firma Breuckmann zwei hochauflösende Digitalkameras und eine patentierte Projektionseinheit an der CFK- Trägerbasis angebracht – fertig ist das hochgenaue und in der Industrie bereits bewährte Messsystem. Im Gepäck für die intec in Leipzig haben die Chemnitzer zudem unter anderem einen carbonfaserverstärkten Schaft eines Sportgewehrs, hochdynamische CFK-Bauteile für Textilmaschinen sowie eine CFK-Motorradfelge.

Weitere Informationen erteilt Günther Thielemann, Telefon 0371 5347- 525, -578, E-Mail guenther.thielemann@kvb-chemnitz.de,

http://www.kvb-chemnitz.de

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle der TU Chemnitz können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv:

Matthias Lübke, Meister im Labor des Instituts für Konstruktion und Verbundbauweisen, prüft nach dem Injektionsverfahren die Oberfläche der CFK-Teile. Foto: TU Chemnitz/Mario Steinebach. Dieses Foto finden Sie auch im Ordner „Forschung“ des Online-Bildarchivs der Pressestelle der TU Chemnitz: http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/bilder

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Mario Steinebach idw

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