Darmstädter Studenten entwickeln mobilen Dehydrationswarner für Senioren

Die Darmstädter Studenten v.l.: Masih Fahim , Claas Hartmann, Luisa Pumplun und Marco Degünther. Bild: VDE

Mit Sip It! Schluck es!, einem mobilen Dehydrationswarner für Senioren, haben die Darmstädter Studenten Luisa Pumplun, Claas Hartmann, Masih Fahim und Marco Degünther den diesjährigen Studentenwettbewerb COSIMA und damit ein Preisgeld von 1.000 Euro gewonnen.

Ende Oktober präsentierten die Nachwuchsforscher ihr Projekt im Rahmen des MikroSystemTechnik Kongresses in Karlsruhe. Seit 2009 veranstaltet der VDE mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Wettbewerb, bei dem Studierende von Fachhochschulen und Hochschulen im deutschsprachigen Raum Ideen für neue Einsatzmöglichkeiten von Mikrosystemen entwickeln.

Das Innovative des Gerätes der Darmstädter Studenten ist seine anwenderfreundliche Gestaltung, die sich speziell an Senioren richten soll. Bei Sip It! kann das entwickelte Elektrodensystem durch Handauflegen des Anwenders dessen Wasserhaushalt exakt erfassen. Eine Auswertungssoftware erkennt anschließend den Hydrationszustand des Anwenders und kommuniziert das Ergebnis an ihn. Bei zu hohem Wassermangel gibt das Gerät eine optische und akustische Warnung aus.

Über den zweiten Platz und 750 Euro freuten sich Svenja Hermann, William Tasnadi, Loic Kautzmann und Tommy Heckert von der TU Ilmenau. Sie entwickelten die diebstahlsichere Tasche ProBag. Hierbei handelt es sich um ein Modul, das als Schlosssystem in eine Tasche integriert wird, um den Diebstahl von Wertsachen aus der Tasche und das Stehlen der Tasche selbst zu verhindern.

Die Sicherheitsfunktionen lassen sich über mobile Endgeräte auswählen und aktivieren. Mikrosystemgestützte Aktoren und Sensoren realisieren einen personalisierten Zugriff durch den Besitzer und erkennen dessen Bewegungsmuster. Stellt das System einen Diebstahl fest, etwa durch ein fremdes Bewegungsmuster, schlägt „ProBag“ Alarm und informiert den Besitzer mit einem Warnsignal über das Smartphone.

Auf Platz Drei landeten Karl Lappe, Konstantin Hoffmann und Wesley Custódio von der Albert-Ludwigs Universität Freiburg mit ihrem Projekt Cablebot, für das sie ein Preisgeld von 500 Euro erhielten. Sie entwickelten den Prototyp eines Roboters, der bei der Elektrifizierung von Gebäuden entsprechende Leitungen in Leerrohre einziehen soll.

Leerrohre werden beim Hausbau in die Wände verlegt, um später stromführende Leitungen oder Telefonkabel darin zu verlegen. Das Einziehen wird derzeit entweder durch einen hydrostatischen Druckunterschied oder mechanisch mittels Zugschnur durchgeführt.

Die drei Gewinnerteams haben sich auch für den internationalen Wettbewerb iCan 2016 qualifiziert. Vom 6. bis 8. Juli 2016 treffen sie in Paris mit ihren Projekten auf Teams aus der ganzen Welt.

COSIMA steht für Competition of Students in Microsystems Applications. Beim Wettbewerb entstehen innovative Anwendungen und Konzepte bereits existierender mikrosystemtechnischer Komponenten. Die Aufgabenstellung reicht von der wirtschaftlichen Planung über die Projektdurchführung bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Aus aussichtsreichen Konzepten entwickeln die Teams dann einen Prototyp. Mikrosysteme sind vielfältig einsetzbar und setzen sich meist aus einem oder mehreren Sensoren, Aktoren und einer Steuerungselektronik zusammen.

Weitere Informationen unter www.cosima-mems.de

Pressekontakt: Melanie Unseld, Telefon: 069 6308-461, melanie.unseld@vde.com

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Melanie Unseld VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

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