Siemens belegt wieder einen Spitzenplatz bei europäischen Patentanmeldungen

Siemens belegt mit 1.548 Patentanmeldungen bei dem Europäischen Patentamt erneut den zweiten Platz hinter Phillips (4.173). „Eine besondere Stellung nimmt unter unseren Anmeldungen die Medizintechnik mit 207 eingereichten Schlüsselpatenten ein“, so Professor Winfried Büttner, Leiter Siemens Intellectual Property. Dass sich diese Investitionen auszahlen, zeigt sich an dem Dual-Source-Computertomographen „Somatom Definition“, der bei einer Reduktion der Strahlendosis von bis zu 50 Prozent Bilder selbst schnell schlagender Herzen in bisher nicht gekannter Detailgenauigkeit liefert, oder dem Quicklab, das Siemens kürzlich auf dem „BDI-Tag des geistigen Eigentums“ vorstellte.

Im letzten Geschäftsjahr hat die Siemens AG 5,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Damit ist das Unternehmen in seiner Branche weltweit führend. „Die Ergebnisse dieser Investition sind Ideen und Erfindungen, die unseren Wettbewerbsvorsprung ausbauen. Diesen Wettbewerbsvorsprung sichern wir durch Schutzrechte ab“, so Professor Winfried Büttner, Leiter Intellectual Property von Siemens. „Unsere Innovationskraft führte auch in diesem Jahr zu Platz 1 in der Anmeldestatistik des Deutschen Patentamtes, auf Platz 2 beim Europäischen Patentamt und in die Top- Ten-Liste in den USA.“ Dabei wird im Unternehmen sehr streng aussortiert, welche Erfindungen auch zum Patent angemeldet werden. Im Vordergrund steht die Qualität der Patente. „Wir melden verstärkt Schutzrechte auf Schlüsseltechnologien an. Diese werden von uns ganz gezielt aus den Erfindungsmeldungen unserer Mitarbeiter selektiert“, sagte Büttner.

Die meisten eingereichten Schlüsselpatente stammen in diesem Jahr aus dem Bereich Medizintechnik. Mit dem Dual-Source-Computertomographen (CT) „Somatom Definition“ ist dem Bereich ein riesiger Technologiesprung gelungen. Seit kurzem steht das erste Gerät im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München-Großhadern. Als erstes System weltweit nutzt es zwei parallel rotierende Röntgenstrahler, wodurch die Behandlungsdauer und die Strahlungsexposition für die Patienten gesenkt werden und gleichzeitig die Bildqualität und die Anzahl der Bilder pro Sekunde gesteigert werden. Experten schätzen, dass ein großer Teil der jährlich rund 600.000 Katheteruntersuchungen zu Gunsten der deutlich schnelleren und für den Patienten weniger aufwändigen Herz-CT eingespart werden könnten. Eine weitere Innovation ist das Quicklab, ein Minilabor im Format einer Scheckkarte, mit dem auch jeder Hausarzt Krankheitserreger innerhalb einer Stunde zuverlässig identifizieren kann – direkt in seiner Praxis. Der elektrische Biochip kann aus Blutproben oder anderen Körperflüssigkeiten automatisch die Erbinformationen von Viren und Bakterien sowie von Körperzellen extrahieren und analysieren. Das Auswertesystem gibt diagnostische Informationen als elektrisches Signal aus und ist damit wesentlich schneller, robuster, einfacher und billiger als optische Verfahren. Heute werden Erregertests in Großlabors mit aufwändigen Analysegeräten gemacht, was teuer ist und bisweilen mehrere Tage dauert. Siemens stellte das Quicklab auf dem „BDI-Tag des geistigen Eigentums“ in Berlin vor, wo Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ausdrücklich betonte, dass das Thema des geistigen Eigentums und des Innovationsschutzes stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken soll.

Ansprechpartner für Medien

Guido Weber idw

Weitere Informationen:

http://www.siemens.com

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