SInn auf der Hannover Messe: Smarte Innovation im Maschinen- und Anlagenbau

Im ersten SInn-Kreis präsentiert das ISF München zusammen mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) auf der diesjährigen Hannover Messe ausgewählte Forschungsergebnisse. Die Veranstaltung findet am 22. April im Tech Transfer-Forum der Halle 2, Stand D12 von 16:45 bis 17:30 Uhr statt. Als weiteres Highlight wird ein Umsetzungsbeispiel aus dem Unternehmen Wittenstein vorgestellt.

Im Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Smarte Innovation“ stellen Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft eine Schlüsselfrage für die Zukunft des deutschen Maschinenbaus: Wie kann jede Station im Produktlebenszyklus ihren Beitrag zur Innovation einbringen? Nach rund 70 Einzelinterviews und zwölf Gruppendiskussionen mit Innovationsakteuren in den beteiligten Unternehmen (Hauni Maschinenbau AG, H.P. Kaysser GmbH & Co. KG, Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG, Voith AG und Wittenstein AG) präsentiert das Projekt nun am 22. April 2010 auf der Hannover Messe ausgewählte Forschungsergebnisse. Diese beziehen sich auf die Aspekte smarter Innovationsstrategien: Systeme – Menschen – Antizipation – Ressourcen – Technologie.

Innovation wird von Menschen gemacht, daher ist der Mensch die zentrale Dimension. Damit Akteure im Innovationsgeschehen optimal unterstützt werden, braucht es leistungsfähige, dynamische Innovationsprozesse. Unsere Analyseergebnisse weisen darauf hin, dass die gängigen Instrumente zur Standardisierung der Innovationsprozesse zu wenig auf die spezifischen Stärken des mittelständisch geprägten Maschinenbaus ausgelegt sind. Dadurch kann sich die Wirkung der Standardisierung umkehren, sie kann vom Innovationshelfer sogar zum Innovationshindernis werden.

Für Bert Miecznik von der Wittenstein AG ist mit dem Thema „Menschen in der Innovationspraxis“ vor allem die Frage nach dem Management von innovationsrelevantem Wissen verbunden. Unterstützt durch spezielle Moderationsverfahren des ISF München und des VDMA, entwickelt das Unternehmen im Rahmen der Umsetzungsphase eine spezielle Plattform: Technisches Expertenwissen befindet sich auf den verschiedensten Stellen und in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen. Mit Hilfe eines IT-basierten „Enterprise 2.0“ Tools soll es den Experten ermöglicht werden, sich untereinander z.B. über neueste technische Entwicklungen auszutauschen oder gemeinsam Ideen zu entwickeln. „Der hierbei von den Experten wahrgenommene Nutzen steht klar im Vordergrund“, so Bert Miecznik. Die Einbeziehung neuer Web-2.0-Technologien bietet die besondere Chance, eine Struktur zu schaffen, die sich gemäß der Prinzipien einer schlanken Unternehmensführung nahtlos in die Arbeitsprozesse einpasst und keine neuen Bürokratien entstehen lässt.

Das Verbundprojekt „Smarte Innovation“ läuft bis Ende Mai 2011 und wird vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF München) geleitet. Gemeinsam mit dem Zentrum für Lern- und Wissensmanagement/Lehrstuhl für Informationsmanagement (ZLW/IMA) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen analysieren die Forscherinnen des ISF München die Innovationsverläufe und entwickeln gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen Konzepte für eine „smarte Innovation“. Als Entwicklungs- und Transferpartner begleiten der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) sowie die IG Metall das Vorhaben. Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der EU gefördert und vom Projektträger im DLR Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen betreut.

Projektleitung ISF München:
Dr. Sabine Pfeiffer
sabine.pfeiffer@isf-muenchen.de
Tel. +49 89 272921-0
http://www.isf-muenchen.de
Rückfragen zur Pressemitteilung
Frank Seiß
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