Siemens optimiert UHF-Reader für den Einsatz in der industriellen Produktion

Die neuen Funktionen stellen einen robusten Betrieb sicher, auch wenn mehrere RFID-Reader dicht nebeneinander eingesetzt werden. Aufgrund neuer Algorithmen können die Reader zudem Datenträger selbst in einem funktechnisch schwierigen Umfeld gezielt erfassen sowie zuverlässig auslesen und beschreiben. Damit wird das UHF-System von Siemens den besonderen Herausforderungen gerecht, vor die das Fertigungsumfeld funkbasierte Systeme mit hohen Reichweiten stellt.

Die Siemens-Division Industry Automation stellt für die industrielle Produktion überarbeitete Ausführungen seiner UHF-Reader Simatic RF620R und RF630R vor. In der neuen Generation verfügen die Geräte über Funktionen, die eigens für die hohen Anforderungen im Produktionsumfeld entwickelt wurden. Industrielle Produktionsanlagen stellen für funkbasierte Systeme aus mehreren Gründen eine besondere Herausforderung dar: Die Lesegeräte stehen teilweise sehr eng zusammen und können sich gegenseitig beeinflussen. Ebenso ist der Abstand zwischen den Werkstückträgern und somit den einzelnen zu erfassenden Transpondern gering. Metallische Oberflächen reflektieren die von den Readern ausgesendeten Signale, was dazu führt, dass sich die Funkwellen überlagern und so Funklöcher entstehen. Neben Reflektionen können erhöhte Sendeleistungen zu Überreichweiten führen, sodass sich die Lesebereiche der einzelnen Reader überlappen oder falsche Datenträger ausgelesen werden.

Auf diese Herausforderungen hin hat Siemens für die neuen Simatic-RF600-Reader Funktionen entwickelt. Die Prozesssicherheit wird durch eine adaptive Sendeleistung sowie durch intelligente Filterung der Leseergebnisse deutlich erhöht. Die adaptive Sendeleistung stellt eine hohe Erkennungsrate sicher, indem der Reader seine Leistung automatisch solange erhöht, bis er mindestens einen Transponder klar im Funkfeld erkennt. Dadurch werden Funkstörungen reduziert und zugleich Funklöcher ausgeglichen.

Das von Siemens konzipierte mehrstufige Filterkonzept sorgt wiederum dafür, dass anhand der Funkeigenschaften stets der richtige Transponder innerhalb des Funkfelds eines Readers ausgelesen beziehungsweise beschrieben wird. Die automatische Auswahl des jeweils passenden Datenträgers erfolgt durch verschiedene Indikatoren wie z.B. die Auswertung des RSSI-Werts (Radio Signal Strength Indicator) der Lesehäufigkeit oder der notwendigen Sendeleistung.

Je nach Anforderungen lassen sich verschiedene Mechanismen aktivieren. Der Inventory-Threshold-Filter sorgt dafür, dass die in Reichweite befindlichen Transponder vor der Identifikation zunächst für eine kurze Zeitspanne beobachtet werden. Bereits bearbeitete Transponder können in einer „Blacklist“ im Reader hinterlegt und dadurch direkt herausgefiltert werden. Mit der Funktion „Tag Hold“ wird die Kommunikation zwischen einem ausgewählten Transponder und dem Reader unter Ausnutzung der maximalen Sendeleistung aufrecht erhalten. Auf diese Weise wird ein Datenaustausch zwischen Lesegerät und Datenträger auch unter schwierigen Funkbedingungen sichergestellt.

Die neuen Geräte RF620R und RF630R werden jeweils in den drei Hardwarevarianten für Europa gemäß ETSI, für USA/Kanada gemäß FCC und für China gemäß CMIIT erscheinen. Zukünftige Firmware-Updates können über die Programmiersoftware Step7 erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.siemens.com/ident

Leseranfragen bitte unter Stichwort „IA 2911“ an:
Siemens Industry Automation, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth
Fax: +49 (911) 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.com
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter innovativer und umweltfreundlicher Produkte und Lösungen für Industrieunternehmen. Mit durchgängiger Automatisierungstechnik und Industriesoftware, fundierter Branchenexpertise und technologiebasiertem Service steigert der Sektor die Produktivität, Effizienz und die Flexibilität seiner Kunden. Der Sektor Industry hat weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte und umfasst die Divisionen Industry Automation, Drive Technologies und Customer Services sowie die Business Unit Metals Technologies. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industry

Die Siemens-Division Industry Automation (Nürnberg) unterstützt mit seiner einzigartigen Kombination von Automatisierungstechnik, industrieller Schalttechnik und Industriesoftware die komplette Wertschöpfungskette seiner Industriekunden – vom Produktdesign über Produktion bis zum Service. Mit ihren Software-Lösungen kann die Division die Zeit zur Markteinführung neuer Produkte um bis zu 50 Prozent senken. Industry Automation setzt sich aus den fünf Business Units Industrial Automation Systems, Control Components and Systems Engineering, Sensor and Communications, Siemens PLM Software und Water Technologies zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industryautomation

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Division Industry Automation
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