Netzwerk AUTARK stellt modulares Hybrid-Kraftwerk vor

Das Netzwerk AUTARK, ein Zusammenschluss von derzeit neun Firmen und neun Forschungseinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet, wird gemeinsam mit dem Netzwerk HolzStrom auf der diesjährigen Hannover Messe vertreten sein und dort ein modulares Hybrid-Kraftwerk präsentieren. Dieses kann über eine virtuelle Kraftwerkssteuerung mit anderen Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser vernetzt werden.

Ziel ist es, Schwellen- und Entwicklungsländer 24 Stunden am Tag mit Elektrizität sowie Wärme, Kälte und Trinkwasser zu versorgen, was bei Bedarf – beispielsweise, wenn kein öffentliches Stromnetz zur Verfügung steht – auch im Inselbetrieb möglich ist.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Förderprogramms ZIM-NEMO unterstützte Netzwerk, als dessen Träger die AGIT mit Sitz in Aachen und Büro in Bad Münstereifel fungiert, hat zu Jahresbeginn seine Tätigkeit aufgenommen und wird marktfähige Energiekonzepte auf Basis regional verfügbarer Brennstoffe entwickeln.

„Eine nachhaltige Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Strom und Wärme ist eine der globalen Herausforderungen unserer Zeit“, so Julien Uhlig, leitender Netzwerkmanager der AGIT mbH – Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer. „Interdisziplinäre Energieforschung kann dafür Lösungen bieten, die deutschlandweit bereits an zahlreichen Forschungsinstituten und bei Industrieunternehmen als Konzepte entwickelt werden und jetzt im Netzwerk AUTARK gebündelt worden sind.“

Interdisziplinäre Energieforschung vereint Wissenschaft und Praxis

Das TERRASYS-Konzept basiert auf Kleinverbrennungsanlagen für Biomasse und selektierte Abfallstoffe und wird seit Jahren maßgeblich an der Universität Rostock vorangetrieben. Dies schaffte die wissenschaftliche Grundlage für Emissionsstudien und Dauerbetriebserfahrungen. Das modulare System soll innerhalb der nächsten zwei Jahre als schlüsselfertige Container-Lösung weltweit zum Einsatz kommen, wobei die verwendeten Industriekomponenten einen exportfähigen Preis gewährleisten.

Eine Verstromung wird derzeit vom Industriepartner Siemens bereitgestellt, während parallel dazu die Fachhochschule Aachen alternative Ansätze mit Mikro-Turbinen erforscht. Da sich die Turbinen durch einen enorm hohen thermischen Wirkungsgrad auszeichnen, wird der Fokus hierbei auf die effiziente Nutzung von Abwärme gelegt.

Zunächst soll eine von den Netzwerkpartnern gemeinsam entwickelte Anlage durch die Entrade Energiesysteme AG aus Schmidtheim (bei Euskirchen) vermarktet werden. Die einzelnen Komponenten steuern Projektpartner aus allen Teilen Deutschlands bei: Siemens Turbomachinery Equipment GmbH (Frankenthal), SMA Solar Technology AG (Niestetal/Kassel), ALV Prozess- und Anlagentechnik GmbH (Hemsbach/Rhein-Neckar), UCL Umwelt Control Labor GmbH (Lünen), NOVAgreen Projektmanagement GmbH (Vechta), NaturalGreen GmbH (Solingen), Simon Process Engineering GmbH (Neu-Bamberg) und dezentec ingenieurgesellschaft mbH (Essen).

Als wissenschaftliche Partner sind zudem die RWTH Aachen, die FH Aachen, das IUTA Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. in Duisburg, die Transferstelle Bingen (TSB), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Hochschule Zittau/Görlitz, die Universität Siegen sowie die beiden Fraunhofer-Institute für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg und Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen in die Arbeit eingebunden.

Das Netzwerk wird vom 4. bis 8. April 2011 auf dem Messestand der AGIT in Halle 27, Stand E 60, auf der diesjährigen Hannover Messe vertreten sein. Weitere Informationen unter www.agit.de, www.entrade.de und www.netzwerk-autark.de

Pressekontakt:
AGIT mbH – Aachener Gesellschaft
für Innovation und Technologietransfer
Julien Uhlig
– Leitender Netzwerkmanager –
Dennewartstr. 25-27
52068 Aachen
Mobil: +49(0)163-2593080
Fax: +49(0)2447-9589803-9
E-Mail: j.uhlig@agit.de

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Weitere Informationen:

http://www.hannovermesse.de

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