Mit dem Innovationscluster auf der Hannover Messe 2011

Auf dem Rheinland-Pfalz-Stand in Halle 2 (C48) präsentiert der Cluster Neuerungen und Einsatzmöglichkeiten der drei Werkstoffe. Dort haben Unternehmen ebenso wie Institute aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald die Möglichkeit, auf ihre Stärken aufmerksam zu machen.

Gemeinsam mit dem Innovationscluster stellen das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe – Glas/Keramik (FGK), das Technologiezentrum für Oberflächentechnik (TZO), das CeraTechCenter (CTC), das Europäische Institut für feuerfeste Keramik (ECREF), das Technologie-Institut für Funktionale Kunststoffe und Oberflächen GmbH (tifko) sowie das Technologie-Institut für Metall und Engineering GmbH (TIME) Forschungsergebnisse und Produktneuheiten vor.

Anknüpfend an die erfolgreichen Auftritte der letzten beiden Jahre setzt der Innovationscluster mit seiner erneuten Beteiligung an der weltgrößten Industriemesse in Hannover ein deutliches Zeichen für die Leistungsfähigkeit der Region nördliches Rheinland-Pfalz. Ziel ist, insbesondere den innovativen, kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region den Zugang zu den internationalen Märkten zu erleichtern. Gerade für kleine und mittelständische Firmen stellt dies oftmals eine große Hürde bei der Umsetzung ihrer Ideen und Projekte dar.

Der Cluster vernetzt als Schnittstelle Praktiker in den Betrieben mit den Experten in den Instituten aus Forschung und Entwicklung. Nach dem Willen der rheinland-pfälzischen Landesregierung soll die gesamte Region zu einem Innovationszentrum der genannten Industriezweige werden. Den Schwerpunkt auf Metall, Keramik, Kunststoff und Oberflächentechnik legte die Landesregierung bewusst, da allein in den drei beteiligten Landkreisen mehr als 25.000 Menschen in rund 250 Betrieben dieser Branchen beschäftigt sind.

Neben der Arbeit des Netzwerks stellen die Teilnehmer auf der Hannover Messe neue Werkstoffkombinationen vor. Vor allem den Hybridmaterialien aus Metall, Keramik und Kunststoff gehört die Zukunft – es entstehen neue Produkte, die gezielt auf ganz besondere Anforderungen zugeschnitten sind. Das FGK in Höhr-Grenzhausen ist ein hochspezialisierter Labor- und Entwicklungsdienstleister für kleine und mittelständische Unternehmen. Anwender und Existenzgründer im Bereich der Plasma-Beschichtungs-Technologie unterstützt das TZO Rheinbreitbach. Das CTC, ebenfalls mit Sitz in Höhr-Grenzhausen, ist ein Gründerzentrum, das innovativen Unternehmen aus dem Bereich der keramischen Technologien und Werkstoffe umfassende Unterstützung bietet. Ebenfalls für innovative Keramik steht das ECREF – von der traditionellen Nutzung hin zu hochtechnologischen Anwendungsfeldern. Das tifko ist ein anwendungsorientiertes Technologie-Institut, das für Unternehmen in den Arbeitsbereichen Funktionale Kunststoffe und Oberflächen Entwicklungsprojekte realisiert. Als zentraler Ansprechpartner für die metallverarbeitende Industrie versteht sich das 2009 in Wissen geründete Forschungs- und Technologie-Institut TIME.

Unternehmen aus der Region runden das Ausstellerspektrum ab. Der Spezialist für Verschleißschutz-Technik TE-KO-WE aus Bonefeld zeigt eine neuartige Treiberrolle als Bauteil für Drahtstraßen der Stahlindustrie. Die Treiberrolle kombiniert die Vorteile der Werkstoffe Keramik und Metall und wurde kürzlich auf der Innovationsschau der Leipziger Zuliefermesse „Z“ prämiert. Das Unternehmen Bauer Technologies GmbH, Höhr-Grenzhausen, entwickelt fortschrittliche Technologien im Bereich der technischen Keramik, wie beispielsweise neue 3D-Siebdruckverfahren zur Herstellung von Formkörpern. Als Exponat führt Bauer Technologies in Hannover unter anderem einen hocheffizienten keramischen Solarthermieabsorber für Turmkraftwerke vor.

Forschung und Technologie aus Rheinland-Pfalz – unter diesem Motto präsentiert sich das Land Rheinland-Pfalz zur Hannover Messe 2011. Auf der Gemeinschaftsbeteiligung stellen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Rheinland-Pfalz ihre neuesten Produkte, Dienstleistungen und innovativen Lösungen vor. In Halle 2 gastiert mit der Leitmesse „Research & Technology“ ein weltweit einzigartiger Marktplatz für Kooperationen und Technologietransfer. „Research & Technology“ zeigt nahtlos den Prozess industrieller Forschung und Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Produkt.

Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff

Der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff ist ein wichtiges Projekt der rheinland-pfälzischen Wirtschaftspolitik in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald. Die Branchen Metall, Keramik, Kunststoff und die Oberflächentechnik sind Schwerpunktbranchen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Innerhalb dieses Wirtschaftszweiges befinden sich hier über 250 Unternehmen mit mehr als 25.000 Arbeitsplätzen. Ziel der Clusterinitiative ist die Vernetzung der Innovationspotenziale und die Bündelung der Kompetenzen aus Universitäten, Fachhochschulen, ortsansässigen Forschungseinrichtungen sowie den Unternehmen der Region, um innovative Produkte und Prozesse bis zur Marktreife zu entwickeln und somit zukunftsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und zu generieren.

Media Contact

Markus Schardt Duchstein & Partner

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