Neue Technologien der Biomassevergasung und des Brückenbaus

Mit einem neuen Verfahren zur Vergasung von Biomasse ist die Universität Kassel auf der diesjährigen Hannover Messe vom 24. bis 28. April vertreten. Die Hochschule präsentiert sich auf dem hessischen Gemeinschaftsstand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen (TTN-Hessen) in der Halle 2 „Research & Technology“, Stand C 45.


Mit einem neuen Verfahren zur Vergasung von Biomasse ist die Universität Kassel auf der diesjährigen Hannover Messe vom 24. bis 28. April vertreten. Die Hochschule präsentiert sich auf dem hessischen Gemeinschaftsstand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen (TTN-Hessen) in der Halle 2 „Research & Technology“, Stand C 45.

Diese Entwicklung trägt dem Bedarf nach Anlagen zur Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen Rechnung. Bisher musste bei solchen Vergasungsanlagen ein erheblicher technischer und wirtschaftlicher Aufwand getrieben werden, um das Gas aufzubereiten. Dieser neue Biomassevergaser, eine Kombination aus herkömmlicher, erprobter Anlagentechnik, produziert ein hochwertiges, nahezu teerfreies Brenngas mit ca. 50 % Wasserstoff, welches zur direkten Stromerzeugung in Motoren und Turbinen geeignet ist. Durch das Verfahren wird sowohl die Gasreinigung minimiert, als auch der Anlagenaufbau wesentlich vereinfacht. Es können sämtliche nachwachsende Rohstoffe vergast werden, die in einer schüttfähigen Form vorliegen. Darüber hinaus sind aber auch tierische Abfälle, Klär- und Faulschlämme, pflanzliche- und tierische Fette einsetzbar. Das System ist somit von der notwendigen Qualität der Ausgangstoffe sehr anspruchslos und zuverlässig. Das Verfahren stammt vom Fachbereich Maschinenbau, Institut für Thermische Energietechnik (Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Klose).

Die GINo Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH, die Patentverwertungsagentur der Universität Kassel, präsentiert auf dem gleichen Stand eine neue Technologie zum Brückenbau. Es wurde im Fachbereich Bauingenieurwesen, Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens (Prof. Dr. Michael Schmidt) entwickelt. Diese Brückenkonstruktion erlaubt insbesondere in Verbindung mit dem ebenfalls an der Uni Kassel entwickelten Ultrahochfestbeton eine schlanke, filigrane Bauweise, wie bei einer Stahlbrücke. Des Weiteren können in dieser Kombination stützenfreie Überspannungsweiten realisiert werden, die ca. achtmal länger sind als bei vergleichbaren herkömmlichen Konstruktionen.

Beide Erfindungen sind zum Patent angemeldet worden. Die GINo mbH sucht nun im Auftrag der Universität Kassel weltweit nach Lizenznehmern, die die Technologie zur Marktreife führen und auf den Markt bringen wollen.

GINo, die Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH, ist eine Patentverwertungsagentur, die Erfindungen und Patente von Wissenschaftlern, aber auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Einzelerfindern zielgerichtet vermarktet.
Zu den Aufgaben des GINo-Teams gehört unter anderem die Unterstützung von Erfindern, die Bewertung ihrer Entwicklungen, die Ausarbeitung von Patentierungs- und Verwertungsstrategien, die Suche nach Lizenz-Nehmern.

Info
Universität Kassel
GINo – Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH
Dipl.-Ing. Frank Lehmann
Gottschalkstr. 22
34127 Kassel
tel (0561) 804 1985
fax (0561) 804 1986
e-mail lehmann@gino-innovativ.de

Anja Schreiber
Gottschalkstr. 22
34127 Kassel
tel (0561) 804 2290
fax (0561) 804 7472
e-mail anja_sch@uni-kassel.de

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Ingrid Hildebrand idw

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