Zwei Preise für die Natur

Prof. C. Page Chamberlain, PhD Department of Environmental Earth Systems Science, Stanford University, Stanford, USA

Den „Senckenberg-Preis für Natur-Forschung“, erhält Prof. C. Page Chamberlain, PhD, School of Earth Sciences, Stanford University, USA. Der „Senckenberg-Preis für Natur-Engagement“, geht an Reinhold Messner, Extrembergsteiger und Buchautor, Messner Mountain Museum, Bozen, Italien. Beide Preise sind mit 10.000 Euro dotiert.

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung setzt sich zum Ziel, unseren Planeten integrativ zu verstehen und Forschungsergebnisse in die Gesellschaft zu vermitteln. Sie betreibt fachübergreifend Erdsystemforschung indem verschiedenste Disziplinen, wie Bio- und Geowissenschaften, zusammenarbeiten.

„Erst mit einem solchen Erdsystemverständnis können wir dafür sorgen, dass der blaue Planet auf Dauer als Lebensgrundlage für die Menschheit genutzt und erhalten werden kann“, sagt Volker Mosbrugger, Generaldirektor von Senckenberg. Dieses Systemverständnisses ist noch nicht ausreichend kommuniziert, weder an die Entscheidungsträger, noch in die Gesellschaft hinein. Aus diesem Grund engagiert sich Senckenberg intensiv in der Vermittlung der Forschungsergebnisse.

„Der neue Senckenberg-Preis mit seinen beiden Kategorien greift diesen Schwerpunkt auf: Mit dem Senckenberg-Preis für Naturforschung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt, die exzellente Forschungsleistungen in der integrativen Erdsystemforschung erbracht haben. Mit dem Senckenberg-Preis für Naturengagement werden Personen ausgezeichnet, die sich durch ein herausragendes persönliches Engagement für den Erhalt der Natur, Bildung über Naturthemen und nachhaltige Nutzung von Naturressourcen verdient gemacht haben“, sagt Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger.

Die Preisträger 2014

Mit Prof. Page Chamberlain, Stanford University, Kalifornien, USA, wird ein Geowissenschaftler mit einem breitgefächerten Forschungsportfolio geehrt. Page Chamberlain beschäftigt sich mit Isotopengeologie. Durch Interpretation der Isotopenverhältnisse unterschiedlicher Elemente in Gesteinen oder Organismen trifft er weitreichende Aussagen über Erosionsmechanismen, den Kohlenstoffkreislauf, Klima- und Niederschlagsmuster und sogar über das Wanderverhalten von Vögeln.

Zahlreiche Auszeichnungen und ein umfangreiches Publikationsportfolio zeugen von seiner internationalen Reputation sowie seinem nachhaltigen Einfluss in den unterschiedlichsten Teildisziplinen der Erd- und Umweltwissenschaften.

„Prof. C. Page Chamberlain ist eine herausragende und vor allem kreative Forscherpersönlichkeit“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger und ergänzt: „Seine Arbeiten lassen sich nicht auf ein enges Feld reduzieren. Seine innovative Denkansätze, hohe fachliche Kompetenz und konsequente Umsetzung theoretischer Modelle machen ihn zu einem herausragenden Wissenschaftler und Vorbild für nachfolgende Wissenschaftlergenerationen.“

„Das Wissen um unsere Natur darf nicht auf die Experten der Forschung beschränkt bleiben. Sichtbare Vorbilder und wirksame Botschafter sind gefragt. Ein solcher Botschafter ist Reinhold Messner, der mit außergewöhnlichem Engagement Menschen für Natur, Naturverständnis und Naturerhalt begeistert“, erklärt Senckenberg-Präsidentin Dr. h. c. Beate Heraeus die Vergabe des zweiten Preises an Reinhold Messner.

Die elementare Bedeutung der Natur in ihrer Ursprünglichkeit steht im Mittelpunkt der Arbeit des Extrembergsteigers und Autors. Mit dem „Messner Mountain Museum“ an sechs Standorten schafft Reinhold Messner eine Begegnungsstätte mit dem Berg, der Menschheit und letztlich sich selbst. Ein weiterer Schwerpunkt seines Engagements sind kleine, naturnah lebende Ethnien, insbesondere Bergvölker. Mit der Messner Mountain Foundation initiiert Messner soziale Projekte sowie Bildungsprojekte, die er auch selbst leitet und durchführt.

Die Senckenberg-Preisträger werden einmal im Jahr von einer Fach-Jury ausgewählt, zu der auch Generaldirektor Volker Mosbrugger und Senckenberg-Präsidentin Beate Heraeus gehören.

Zur Preisverleihung am 15. November um 18 Uhr im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt wird Tarek Al-Wazir, der Stellvertretende Ministerpräsident des Landes Hessen und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung begrüßen. Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Roland Koch, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Hessen, stellen als Laudatoren die beiden Preisträger vor.

Die Pressemitteilung und Bildmaterial finden Sie auch unter www.senckenberg.de/presse

ie Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung zu dieser Pressemeldung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der genannte Urheber mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig.

Media Contact

Judith Jördens Senckenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Darstellung des thermodynamik-inspirierten Laserstrahlschmietungsprozesses in der Forschung zur optischen Thermodynamik.

Thermodynamisch inspirierte Laserstrahlsformung entfacht einen Hoffnungsschimmer

Inspiriert von Ideen aus der Thermodynamik haben Forscher der Universität Rostock und der University of Southern California eine neue Methode entwickelt, um hochenergetische Laserstrahlen effizient zu formen und zu kombinieren….

Kovalentes Organisches Rahmenwerk COF-999 Struktur zur CO2-Absorption

Ein Atem frischer Luft: Fortschrittliche Quantenberechnungen ermöglichen COF-999 CO₂-Adsorption

Quantenchemische Berechnungen an der HU ermöglichen die Entwicklung neuer poröser Materialien, die durch eine hohe Absorptionskapazität für CO₂ gekennzeichnet sind. Klimaforscher sind sich einig: Um die Klimakrise zu überwinden, müssen…

Satellitenbild zeigt Vegetationsverlust durch mehrjährige Dürren

Warum globale Dürren, die mit dem Klimawandel verbunden sind, uns beeinträchtigen

Eine von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL (Schweizerisches Bundesinstitut für Wald, Schnee und Landschaft) geleitete Studie zeigt, dass die Anzahl der langanhaltenden Dürren in den letzten 40 Jahren besorgniserregend zugenommen hat….