„Urban Rhizome“ gewinnt größten deutschen Förderpreis im Bereich Social Entrepreneurship

Das Sozialunternehmen „Urban Rhizome“ hat mit seinem sozial-ökonomischen Wissenstransferprojekt „Tausche Bildung für Wohnen“ den größten deutschen Förderpreis im Bereich Social Entrepreneurship gewonnen. Gestiftet wird der mit 40.000 Euro dotierte Preis im Wettbewerb „Act for Impact“ von der Social Entrepreneurship Akademie und der Vodafonestiftung.

Mitgründerin von „Urban Rhizome“ ist Christine Bleks, die an der Universität Witten/Herdecke Philosophie und Kulturreflexion studiert hat. Neben dem Preisgeld erhält das Gewinnerteam auch eine umfassende Gründungsberatung durch die Social Entrepreneurship Akademie.

Zusammen mit ihrem Partner Mustafa Tazeoglu hat Christine Bleks das soziale Projekt in Duisburg-Marxloh ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, kostenlosen Wohnraum für junge Menschen zur Verfügung zu stellen, die sich im Gegenzug verpflichten, mit sozial benachteiligten Kindern zu arbeiten. Ziel des Projektes ist es, eine Präventionskette gegen kulturellen Ausschluss, Segregation, soziale Benachteiligung, Bildungsarmut und Vereinsamung zu initiieren und damit auch soziale „Reparaturkosten“ in Form von systematischer Nachmittags-, Hausaufgaben-, Sprach-, Lern- und Freizeit-Betreuung zu umgehen.

Den jungen Menschen, die sich für sozial benachteiligte Kinder engagieren, soll dafür der in Marxloh ausreichend vorhandene und oft leer stehende Wohnraum angeboten werden – diese bemühen sich dafür um eine frühe Förderung, Teilhabe und Integration „Ihrer“ Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Dabei geht es aber nicht nur um Hausaufgabenbetreuung, sondern auch um Dinge wie die Gestaltung gemeinsamer Freizeit.

Sehen Sie hier ein Interview mit den Preisträgern: http://vimeo.com/45264999
Weitere Informationen: Die Kontaktdaten von Frau Bleks können Sie in der Pressestelle der Uni Witten/Herdecke erfragen bei jan.vestweber@uni-wh.de (02302 / 926-946) oder kay.gropp@uni-wh.de (02302 / 926 – 805).

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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Jan Vestweber idw

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