Rohstoffsicherung für den Hightech-Standort Deutschland: r⁴-INTRA begleitet BMBF-Fördermaßnahme r⁴

Gallium-Kristalle, PPM Pure Metals GmbH, Langelsheim Andre Bertram, CUTEC

Gallium, Indium oder Seltene Erden – wirtschaftsstrategische Rohstoffe sind unverzichtbare Bausteine für innovative Schlüsseltechnologien, die Energiewende und die Spitzenstellung der deutschen Industrie im internationalen Wettbewerb. Kein Handy, kein Computer, keine Windkraftanlage funktioniert ohne diese Metalle. Die Liste der für die europäische Wirtschaft kritischen Rohstoffe ist lang.

Mit dem Ziel die Versorgungssicherheit hierzulande zu verbessern, hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer Hightech-Strategie 2020 die BMBF-Fördermaßnahme „r⁴– Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“ aufgelegt.

Eingebettet in das Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden hierfür rund 60 Millionen Euro bereitgestellt. 26 Verbundprojekte wurden nach einer ersten Ausschreibung in r⁴ bewilligt.

Nach Abschluss der zweiten Ausschreibungsrunde werden es 2016 voraussichtlich rund 40 Verbundvorhaben sein. Führende Rohstoffforscher Deutschlands, Nachwuchswissenschaftler und die Industrie sind beteiligt.

Forschungsbegleitend wird das Integrations- und Transferprojekt „r⁴-INTRA“ die Innovationskraft der umsetzungsorientierten Verbundprojekte durch gezielte Vernetzung stärken. Dies geschieht über branchen-, technologie- und themenorientiertes Clustern der Einzelprojekte.

Forschungsschwerpunkte der Fördermaßnahme r⁴ sind die Exploration und Gewinnung primärer heimischer Rohstoffe – im Fokus stehen die klassischen Bergbaureviere im Erzgebirge, Harz, Siegerland und Schwarzwald – sowie die Rückgewinnung und die Kreislaufführung sekundärer Rohstoffe. Für eine spätere Umsetzung der Forschungsergebnisse ist es wichtig, frühzeitig potenzielle Anwender und die Öffentlichkeit mitzunehmen. Dazu dient unter anderem das ständig wachsende Informationsangebot auf der Internetseite www.r4-innovation.de, die ab heute verfügbar ist.

Federführend für das r⁴-INTRA-Projekt ist das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) als Verbundkoordinator zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Beteiligt sind weiterhin das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Hochschule Pforzheim (HSPF). Erfahren in der Begleitung solcher Forschungsmaßnahmen, unterstützen die fünf Partner den Transfer der Ergebnisse und analysieren Potenziale hinsichtlich einer nachhaltigen Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe. r⁴-INTRA läuft bis zum 31. Dezember 2019 und wird vom BMBF mit 1,9 Millionen Euro gefördert.

Kontakt:
Verbundkoordination CUTEC: Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, E-mail: martin.faulstich@cutec.de

http://www.cutec.de
http://www.r4-innovation.de

Media Contact

Dipl.-Ing. Andre Bertram idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Roboterhelden im Einsatz gegen COVID-19

Fraunhofer-Institute entwickeln per BIM autonom gesteuerte Desinfektionsroboter Im Forschungsprojekt BALTO entwickelt Fraunhofer Italia in Bozen gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO in Stuttgart eine neue Generation von Desinfektionsrobotern. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu…

Fahrerlose Transportfahrzeuge intuitiv steuern mit Augmented Reality

Über Blickkontakt, Sprache und Gesten kommunizieren wir in Zukunft mit Maschinen. Wissenschaftler vom Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH haben eine Software entwickelt, mit der sich Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF)…

Impulse von tausenden Nervenzellen hochauflösend erfassen

ETH-Forschende entwickelten eine neue Generation von Mikroelektrodenchips zur Messung von Nervenimpulsen. Damit lässt sich untersuchen, wie tausende Nervenzellen miteinander wechselwirken. Seit mehr als fünfzehn Jahren entwickelt die Gruppe von ETH-Professor…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close