Projekt zu "elektronischem Mindesthaltbarkeitsdatum" gehört zu Siegern im NRW-Transferwettbewerb

Leiter des Projekts ist Prof. Dr. Meinhard Knoll vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Münster. „PreSeed“ war vom Innovationsministerium zur Förderung des Transfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ausgeschrieben worden.

Der von Prof. Knoll entwickelte Chip lässt sich in Lebensmittelverpackungen integrieren. Über eine organische Elektronik, die Faktoren wie Lagerzeit und Lagerungstemperatur des Produkts berücksichtigt, gibt er Auskunft über die Frische eines Lebensmittels.

Die Anzeige des Haltbarkeitsdatums kann zum Beispiel über einen Balken erfolgen, dessen Länge angibt, wann die Mindesthaltbarkeitsgrenze erreicht wird, oder über ein „Ampelsystem“ – Grün heißt, das Produkt ist frisch, bei Rot ist die Haltbarkeitsgrenze überschritten. Besitzt der Chip, der laut Prof. Knoll sehr kostengünstig ist, zusätzlich eine Antenne, kann per Funk ein Signal übertragen werden. An der Kasse würde dann ein Alarm vor dem Kauf abgelaufener Lebensmittel warnen.

In der ersten Runde des Wettbewerbs „Transfer.NRW: PreSeed“, der mit insgesamt 3,6 Millionen Euro dotiert ist, erhalten acht Projektteams aus Universitäten und ein Team der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg die Chance, ihre Gründungs- und Verwertungsideen in die Praxis umzusetzen, so das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gewinner sind jetzt aufgefordert, einen Förderantrag zu stellen. In dem Förderantrag sollen sie belegen, dass sie auch die finanziellen und formalen Voraussetzungen für eine Förderung aus Landes- und EU-Mitteln erfüllen.

Media Contact

Dr. Christina Heimken idw

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