IT-basierte Innovationen aus der angewandten Forschung in Baden-Württemberg gesucht

Noch bis zum 20. Juni 2011 können sich Nachwuchsforscher an baden-württembergischen Hochschulen für eine Förderung durch das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm bewerben. Mit bis zu 70.000 Euro unterstützt die MFG Stiftung Baden-Württemberg damit besonders innovative Forschungsarbeiten, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) und den Kreativbereichen beschäftigen.

Das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm der MFG Stiftung Baden-Württemberg geht in die erste Runde: Bis zum 20. Juni 2011 können sich Forscher an baden-württembergischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg unter www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de bewerben. Angesprochen sind sowohl Akteure aus technischen Disziplinen als auch aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hierfür stellt das Land der MFG Stiftung aus Mitteln der Zukunftsoffensive III für die Jahre 2011 bis 2015 insgesamt 900.000 Euro zur Verfügung.

Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm unterstützt die MFG Stiftung den wissenschaftlichen Nachwuchs dabei, sich gezielt mit Forschungsfragen zu den Wechselwirkungen zwischen den Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK) und den Kreativbranchen zu beschäftigen. Durch die erforschten Trends können weitere Wachstumspotenziale im Bereich des ITK-Sektors sowie der Kreativbranche erschlossen werden.

Gefragt sind Projekte, die sich mit innovativen Produkten und Dienstleistungen im Kontext der zunehmenden Konvergenz von Branchen und Disziplinen auseinandersetzen. Dabei reicht das Portfolio möglicher Fragestellungen von experimentellen Entwicklungen über die Erforschung neuartiger Modellierungskonzepte bis hin zu empirischen Studien, beispielsweise zur zunehmenden Einbindung der Kunden in die Entwicklung von IT-Dienstleistungen und Produkten.

Die Projekte werden mit maximal 70.000 Euro gefördert. Ein eigens für das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm einberufener Beirat empfiehlt, welche Projekte gefördert werden. Ausschlaggebend für die Auswahl sind neben der Lösungskompetenz des Antragstellers und dem Innovationsgehalt des Projekts auch der Praxisbezug sowie die regionale Bedeutung des Forschungsprojekts.

Mit den durch das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm geförderten Projekten sollen Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt FAZIT (www.fazit-forschung.de) sowie die im Rahmen des EU-Projekts CReATE (www.lets-create.eu) identifizierten ITK-Forschungsfelder für die Kreativwirtschaft aufgegriffen werden. Es ergänzt das bestehende Karl-Steinbuch-Stipendium, mit dem die MFG Stiftung seit 2004 bereits 189 Studierende erfolgreich bei der Umsetzung fachübergreifender IT- und Medienprojekte unterstützt hat.
Weitere Details zum Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm sowie die Bewerbungsunterlagen sind abrufbar unter www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de.

Bewerbungsschluss: 20. Juni 2011
Anträge an: forschung@mfg.de

Weiterführende Links
www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de
www.karl-steinbuch-stipendium.de
innovation.mfg.de/stiftung
Weiterführende Informationen

MFG Stiftung Baden-Württemberg
Die MFG Stiftung wurde 2003 ins Leben gerufen. Ziel ist Aus- und Weiterbildung sowie Förderung von Kunst, Kreativität und Kultur. Schwerpunkte sind Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medien, IT und Film im Rahmen eigener Projekte. Die MFG Stiftung fördert innovative Projekte und Forschungsaktivitäten durch Studien, Stipendienprogramme sowie Wettbewerbe. Darüber hinaus bietet sie neue Fort- und Weiterbildungsangebote an und vernetzt Akteure im Bildungs- und Forschungsbereich.

Karl Steinbuch
Prof. Karl Steinbuch, geb. 1917 in Stuttgart, war ein Informatiker der ersten Stunde. Er studierte Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart, an der er 1944 auch promovierte. Nach Kriegsende arbeitete er als Labor- und Entwicklungsleiter. Im Jahr 1958 wurde er als ordentlicher Professor an die Universität Karlsruhe berufen. Dort baute er das Institut für Nachrichten-verarbeitung (heute: Institut für Technik der Informationsverarbeitung – ITIV) auf, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1980 leitete. Der Begriff „Informatik“ wurde von Karl Steinbuch geprägt und geht auf seine erste Publikation im Jahr 1957 zurück. Karl Steinbuch hat nicht weniger als 80 Patente angemeldet. Prof. Steinbuch verstarb 2005 im Alter von 87 Jahren.

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E-Mail: buchholz@mfg.de
innovation.mfg.de/stiftung

Ansprechpartnerin für die Presse

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Geschäftsbereich Stiftung
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