Gerste, Wein und Löwenzahn im Forschungsfokus

Der Wissenschaftliche Beitrat „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft“ (Scientific Advisory Board, SAB) hat zum siebten Mal seinen jährlichen Poster-Award an Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des vom 6. bis 8. März in Potsdam durchgeführten PLANT 2030 Status Seminars verliehen.

Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.500 € wird vom Wirtschaftsverbund PflanzenInnovation e. V. zur Verfügung gestellt, um besonders ansprechend und interessant gestaltete Posterdarstellungen wissenschaftlicher Ergebnisse auszuzeichnen.

Preisträger in diesem Jahr sind Matthias Jost vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben mit einem Poster zur „Next Generation“- Genetik bei Gerste, Katja Herzog vom Julius-Kühn-Institut (JKI) in Siebeldingen mit einer Darstellung zur automatisierten Phänotypisierung bei Weinreben und von Natalie Laibach vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (Fraunhofer IME) in Münster zur Gewinnung von Gummi aus russischem Löwenzahn.
„Die Jury war sehr beeindruckt von der großen Zahl an Postern mit hoher inhaltlicher wie gestalterischer Qualität, was uns die Auswahl erschwerte“, erklärt Dr. Günter Strittmatter, Vorsitzender des SAB. Die Pflanzenwissenschaften sind Basis und Antrieb zur Umsetzung der von der Bundesregierung unter Federführung des BMBF beschlossenen Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030. Ziel ist die nachhaltige, auf regenerierbaren Ressourcen basierende Umgestaltung unserer gesamten Produktionsweise.

„Die Ergebnisse der Forscher stellen daher eine unverzichtbare Grundlage dar, um unsere Kulturpflanzen stetig zu verbessern und so den steigenden Ansprüchen durch Klimawandel und Ressourcenschonung bei gleichzeitig steigenden Ertragspotentialen gerecht werden zu können“, so Strittmatter abschließend.
Kontakt:
Dr. Matthias Arlt, Leiter der PLANT 2030 Geschäftsstelle, c/o MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie, Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam, marlt@mpimp-golm.mpg.de

Dr. Carl Bulich, Geschäftsführer WPI, Kaufmannstr. 71-73, 53115 Bonn, c.bulich@bdp-online.de

PLANT 2030 vereint die Forschungsinitiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur angewandten Pflanzenforschung. Neben dem nationalen Programm „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft“ umfasst es die transnationalen Initiativen PLANT-KBBE, in denen Kooperationsprojekte mit Frankeich, Spanien, Portugal und anderen Ländern durchgeführt werden. Kern der Initiative ist die Überführung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen in die praktische Anwendung um in Zukunft eine nachhaltige BioÖkonomie zu ermöglichen. Wie bereits in der Forschungsinitiative GABI (Genomanalyse im biologischen System Pflanze, 1999-2012) ist die enge Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft der Erfolgsmotor der Projekte.

Der Wirtschaftsverbund PflanzenInnovation e.V. (WPI) ist ein 1998 unter dem Namen Wirtschaftsverbund Pflanzengenomforschung GABI e.V. (WPG) gegründeter Verein mit Sitz in Bonn. Er umfasst derzeit ca. 30 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutz, Verarbeitende Industrie und Biotechnologie. Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere der Pflanzenforschung. Der Verein trägt Erfahrungen aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Ausrichtung der Forschung zusammen, unterstützt den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und fördert Forschungsvorhaben.

Weitere Informationen:

http://www.plant2030.de
Website des Forschungsprogramms PLANT 2030
http://www.bdp-online.de/de/WPI/
Website zum Wirtschaftsverbund PflanzenInnovation e.V.

Media Contact

Dr. Matthias Arlt Max-Planck-Institut

Weitere Informationen:

http://www.mpimp-golm.mpg.de

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