EFRE Förderung macht’s möglich: IMM schafft neues Kompetenzfeld

Der europäische Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE, zielt schwerpunktmäßig auf wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen. Insbesondere werden zukunftsgerichtete Investitionen in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, gewerbliche Wirtschaft sowie öffentliche Infrastruktur gefördert.

Mit EU-Zuschüssen in Höhe von 2 Mio. EUR sowie weiteren 1,8 Mio. EUR aus dem Landesprogramm „Wissen schafft Zukunft“ des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz (MBWWK) baut sich das Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) ein neues Kompetenzfeld auf. Die Abteilung Mikrostrukturtechnik für Nanopartikel (Micro4Nano) wächst derzeit und ergänzt das vorhandene Portfolio im Haus.

„Somit können wir auf die Bedürfnisse und Wünsche der rheinland-pfälzischen Wirtschaft reagieren“, sagt Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Maskos. Denn das Bedürfnis nach Innovationen im Bereich Nanomaterialien ist groß, unterschiedlichste Branchen in Rheinland-Pfalz können von ihnen profitieren.

Als Beispiele seien hier die chemische und pharmazeutische Industrie genannt sowie Medizin- und Umwelttechnik. „Hier schlummert ein enormes Potential“, weiß Maskos. Denn eine Vielzahl von Nanomaterialien stehe an der Grenze zwischen angewandter Forschung und Markteinführung, gebremst durch die Limitationen der bislang verfügbaren Synthese- und Charakterisierungsverfahren.

Mit dem Aufbau der neuen Abteilung am IMM sollen Gesamtsysteme entwickelt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit rheinland-pfälzischer Unternehmen im Bereich Nanopartikel erhöhen. So soll eine Infrastruktur zur Charakterisierung und Untersuchung der Eigenschaften von Nanopartikeln sowie deren Synthese basierend auf integrierten Lösungsansätzen der Mikroreaktionstechnologie geschaffen werden.

An konkreten Beispielen von metallischen, oxidischen und polymeren Nanopartikeln möchten die Wissenschaftler die kontinuierliche, mikrostrukturbasierte Synthese von Nanopartikeln in kontinuierlich arbeitenden Anlagensystemen demonstrieren. Zudem sollen prozessbegleitende Online- und Inline-analytische Nachweisverfahren entwickelt und integriert werden. Zusätzlich engagiert sich das IMM als Projektpartner im DFG Schwerpunktprogramm SPP 1313, welches sich mit der biologischen Wirkung von Nanopartikeln beschäftigt (Biological Response to Nanoscale Particles).

Eine aktuelle Marktstudie der BBC Research prognostiziert einen für 2015 zu erwartenden Gesamtmarkt von 4 Mrd. US$ und jährliche Wachstumsraten von ca. 13 % für energie-basierte Anwendungen und ca. 56 % für biomedizinische und pharmazeutische Anwendungen.

Insbesondere Gespräche mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz bestätigen diesen Trend. Sie haben enormen Bedarf an anwendungsorientierten nanotechnologischen Lösungen bekräftigt. „Wir freuen uns, mit Hilfe der EFRE Förderung Teil dieses Zukunftsmarktes zu sein“, resümiert Maskos.

Media Contact

Dr. Stefan Kiesewalter idw

Weitere Informationen:

http://www.imm-mainz.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Entwicklung von High-Tech Tech-Schattenmasken für höchsteffiziente Si-Solarzellen

Das Technologieunternehmen LPKF Laser & Electronics AG und das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) haben einen Kooperationsvertrag vereinbart: Gemeinsam werden sie Schattenmasken aus Glas von LPKF zur kostengünstigen Herstellung hocheffizienter…

Hitzewellen in den Ozeanen sind menschgemacht

Hitzewellen in den Weltmeeren sind durch den menschlichen Einfluss über 20 Mal häufiger geworden. Das können Forschende des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern nun belegen. Marine Hitzewellen zerstören Ökosysteme…

Was Fadenwürmer über das Immunsystem lehren

CAU-Forschungsteam sammelt am Beispiel von Fadenwürmern neue Erkenntnisse über die Regulation der angeborenen Immunantwort. Alle höheren Lebewesen verfügen über ein Immunsystem, das als biologischer Abwehrmechanismus den Körper vor Krankheitserregern und…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close