Biotechnologie-Expertin Frau Prof. Dr. Wiltrud Treffenfeldt mit dem „IBN-Award 2012“ ausgezeichnet

Die Biotechnologie-Expertin Frau Professor Treffenfeldt ist R&D Direktorin für Europa, den Mittleren Osten und Afrika bei DOW Europe GmbH in Horgen, Schweiz. Neben der Ratsmitgliedschaft im BioÖkonomieRat, dem Beratungsgremium der deutschen Bundesregierung zur Bioökonomie hat die international renommierte Expertin für Rote und Weiße Biotechnologie viele beratende Positionen in Forschungsinstitutionen inne.

In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: „Frau Professor Wiltrud Treffenfeldt prägt die Biotechnologie als Grand Dame seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Sowohl im wissenschaftlichen wie auch im industriellen Umfeld hat sie maßgebliche Anteile daran, umweltfreundliche biotechnologische Verfahren, wie beispielsweise die Herstellung von Aminosäuren zu implementieren. In einem weltweit operierenden Großunternehmen verantwortet sie als eine der wenigen Frauen in so herausgehobener Position zukünftige Strategien, bei denen die Biotechnologie eine wachsende Rolle einnehmen wird. Mit großem ehrenamtlichen Engagement setzt sie sich für eine bessere Nutzung des immensen Potenzials der Industriellen Biotechnologie ein und ist eine gefragte Beraterin für die Bundesregierung sowie für die verschiedensten Wissenschaftsgremien.“

In seiner Laudatio für die Preisträgerin sagte Professor Garabed Antranikian, Vorstandsvorsitzender des IBN e.V., Präsident der Technischen Universität Hamburg: „Ich freue mich, dass der Oscar der Biotechnologie in diesem Jahr an eine Wissenschaftlerin mit einer eindrucksvollen internationalen Karriere geht und gratuliere Frau Professor Treffenfeldt herzlich. Mit dem IBN-Award ehren wir ihr außerordentliches Engagement und ihr ehrenamtliches Wirken in dieser Zukunftsdisziplin.“

Frau Professor Treffenfeldt freut sich: „Es ist eine große Überraschung und Freude, mit dem IBN Award ausgezeichnet zu werden. Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeiten bei Dow, Dow Agrosciences und Degussa habe ich während den letzten 20 Jahren in fast allen Bereichen der Biotechnologie gearbeitet: in der Umwelt-, Pharma-, Agro-biotechnologie und nicht zuletzt in der großtechnischen Herstellung industrieller Produkte wie Aminosäuren und Insektizide. Meine Begeisterung für die Möglichkeiten, welche die Biotechnologie bietet, ist gleichermaßen gewachsen wie die Vielzahl der neuen Wissensgebiete, die durch die zunehmende Nutzung biotechnologischer Verfahren neu entstanden sind. Ich bin davon überzeugt, dass vor allem die Anwendung dieses Wissens, zu innovativen Lösungen in Bereichen führen wird, an die wir heute noch gar nicht denken. In diesem Sinn sage ich der Biotechnologie weiterhin eine große Zukunft voraus und freue mich, dass mein Engagement mit dieser Auszeichnung Anerkennung findet.
Das ehrenamtliche Engagement in wissenschaftlichen Gremien ist immer mit Arbeit verbunden, die außerhalb des beruflichen Alltags geleistet werden muß. Der direkte Erfahrungsaustausch mit akademischen und industriellen Experten und die Möglichkeit, die Biotechnologie insbesondere in Deutschland zu fördern haben mich – auch wärend meiner Zeit im Ausland – motiviert mich für die Biotechnologie einzusetzen. Ich bedanke mich für die Auszeichnung und hoffe, sie wird viele junge Biotechnologen dazu veranlassen, sich ebenfalls für die Biotechnologie zu engagieren.“

Der Schirmherr des diesjährigen IBN-Symposiums Setsuo Kosaka, Generalkonsul von Japan in Hamburg, gehörte zu den ersten Gratulanten und würdigte die Preisträgerin als „Katalysator für die Wissenschaft und Forschung“.

Frau Professor Dr. Wiltrud Treffenfeldt folgt als Preisträgerin Professor Dr. Gerhard Gottschalk, der den IBN-Award 2010 für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet des mikrobiellen Stoffwechsels erhalten hat sowie Dr. Holger Zinke, Gründer und CEO der BRAIN AG, der im Jahr 2011 für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Weißen Biotechnologie im Sinne einer Biologisierung industrieller Produktionsprozesse und sein erfolgreiches unternehmerisches Engagement geehrt wurde.

Die im Jahr 2010 vom Trägerverein Industrielle Biotechnologie Nord (IBN e.V.) ins Leben gerufene jährliche Ehrung erhalten Forscher, Industrievertreter oder Politiker mit besonderen Leistungen im Bereich der Industriellen Biotechnologie. Bei dem Award handelt es sich um eine Skulptur des Hamburger Künstlers Yves Rasch, der sich beim Formideal von dreidimensionalen, röntgen-kristallographisch bestimmten Enzymstrukturen inspirieren ließ.

Über den Trägerverein Industrielle Biotechnologie Nord (IBN e.V.)
Der IBN e.V. vernetzt Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den fünf norddeutschen Bundesländern, um die Region als herausragenden Biotech-Standort zu positionieren und der Industriellen Biotechnologie eine entsprechende Visibilität zu geben. Eine entscheidende Aktivität ist dabei das Netzwerken. Durch das Zusammenbringen der Experten zu spezifischen Themenfeldern der Industriellen bzw. Weißen Biotechnologie sollen die vorhandenen Expertisen in Wissenschaft und Wirtschaft gebündelt und gemeinsame Projekte zu initiiert werden. Aus dieser Zusammenarbeit sind bereits die Cluster BIOKATALYSE2021 und BIORAFFINERIE2021 entstanden.
BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern ist Gründungsmitglied des IBN e.V. und Partner im Verbundprojekt BIOKATALYSE2021.

Kontakt
Karin Meyer-Pannwitt
Industrielle Biotechnologie Nord e.V. (IBN e.V.)
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Harburger Schloßstraße 6-12, 21079 Hamburg
Telefon: 040 76629-6344
E-Mail: ibnord@tutech.de

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