Biokratie-Preis für umweltrechtliche Forschung verliehen

Wie können die Rechte der Natur angesichts von Klimawandel, Artensterben und Umweltzerstörung geschützt und nachhaltig verbessert werden? Diese Fragestellung umweltrechtlicher Forschungen zieht sich wie ein roter Faden durch die jetzt mit dem Biokratie-Preis ausgezeichneten Dissertationen von Angela Schwerdtfeger und Jan-Hendrik Dietrich.

Schwerdtfeger untersucht den Einfluss der völkerrechtlichen Vorgaben der Aarhus-Konvention auf das Klagerecht von Umweltverbänden und Einzelpersonen im deutschen Verwaltungsrechtsschutz. Dietrich hat den Zielkonflikt zwischen Umweltschutz und Landesverteidigung mit militärisch bedingten Umweltbelastungen in seiner Doktorarbeit an der Universität Hamburg analysiert.

„Die beiden Forschungsarbeiten behandeln Schritte auf dem Weg zur staatlichen Anerkennung und zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Rechte der Natur“, erklärte der Festredner Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich. Worin die Rechte der Natur letztlich bestehen sollen und was sie schützen, war der Gegenstand seines Vortrags. „Wir wahren die Menschenwürde nur dann, wenn wir auch für die Würde und die Rechte der Natur eintreten“, erläutert Dr. Georg Winter seine Motivation, den Biokratie-Preis zu stiften.

Der Verein zur Förderung der umweltrechtlichen Forschung e.V. unterstützt die Arbeit der Forschungsstelle seit 1989. Die Forschungsstelle Umweltrecht, die von Prof. Dr. Ivo Appel, Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Prof. Dr. Hans-Joachim Koch und Prof. Dr. Ulrich Ramsauer geleitet wird, widmet sich seit über 20 Jahren der problemorientierten Erforschung und Fortentwicklung des umweltrelevanten Rechts aus interdisziplinärer Perspektive. Dabei spielt die internationale Dimension des Umweltvölkerrechts eine ebenso wichtige Rolle wie die Zusammenarbeit mit umweltschutzrelevanten Fachwissenschaften. Zu den Aktivitäten gehören Lehrveranstaltungen, Symposien, Fachseminare, Kolloquien und Expertenseminare. Zudem gibt die Forschungsstelle die Schriftenreihe „FORUM Umweltrecht“ mit Beiträgen, Dissertationen und Habilitationsschriften zu umweltrechtlichen Themen heraus.

Für Rückfragen:
Kerstin Gröhn
Fakultät für Rechtswissenschaft
Tel.: 040-428 38-57 60
E-Mail: kerstin.groehn@jura.uni-hamburg.de

Ansprechpartner für Medien

Birgit Kruse idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-hamburg.de

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