GRACE-Team für Satellitenmission mit Preis geehrt

Team von deutschen und US-Wissenschaftlern nimmt Preis in Empfang

Anlässlich der aktuellen Herbsttagung der AGU (American Geological Union) in San Francisco wurde dem deutsch-amerikanischen GRACE-Team der William T. Pecora Award überreicht. Dieser Preis wird für außergewöhnliche Leistungen zum besseren Verständnis unseres Planeten mithilfe der Fernerkundung verliehen. Er ist dem ehrenden Gedenken des ehemaligen Leiters der U.S. Geological Survey, William T. Pecora, gewidmet.

Die GRACE-Mission (Gravity Recovery and Climate Experiment) wirde im Jahre 2002 mit dem Ziel gestartet, durch hochgenaue Erfassung des Erdschwerefeldes Daten zum Klimageschehen zu gewinnen. So konnten GFZ-Wissenschaftler mit GRACE erstmals vom Satelliten aus den Wasserhaushalt der Kontinente im jahreszeitlichen Wandel global bestimmen. „Diese Auszeichnung für das GRACE-Team zeigt, dass mit innovativen Satellitenmissionen wie dem GRACE-Satellitentandem den Wissenschaften neue Einblicke in das System Erde ermöglicht werden. Gerade in der aktuellen Diskussion um den Klimawandel geben uns solche Daten eine verlässliche Grundlage,“ erklärte Professor Reinhard Hüttl, Vorstandsvorsitzender des GeoForschungsZentrum, zur Preisverleihung. „Ich gratuliere dem GRACE-Team zu diesem verdienten Preis.“

Das Satelliten-Tandem GRACE ist ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die wissenschaftliche Datenauswertung erfolgt durch das GeoForschungsZentrum in Potsdam und das Center for Space Research (CSR) an der Texas University in Austin. Die wissenschaftliche Lenkung des Satellitenprojekts am GFZ Potsdam liegt bei Professor Markus Rothacher, der zugleich Leiter des europäischen Wissenschaftlerteams ist.

Das DLR-Raumfahrt-Kontrollzentrum ist für den Satellitenbetrieb und Datenempfang verantwortlich. Das Missionsmanagement liegt bei NASA/JPL. Gebaut wurden die beiden Satelliten von der Firma Astrium GmbH in Friedrichshafen. Der Transport in die Erdumlaufbahn wurde von dem deutsch-russischen Unternehmen Eurockot durchgeführt.

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Franz Ossing idw

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