Catenhusen: "Deutschland gewinnt beim Brain Gain"

10 Millionen Euro für ausgezeichnete internationale Nachwuchswissenschaftler

Deutschland gewinnt beim internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Nach Ansicht des Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Wolf-Michael Catenhusen zieht die internationale wissenschaftliche Elite wieder verstärkt an deutsche Hochschulen und Forschungs-institute. „Mit dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung hat die Wissenschaft in Deutschland deutlich an Schwung gewonnen“, sagte Catenhusen anlässlich der Auszeichnung elf junger Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Ausland mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis am Donnerstag in Berlin.

Das BMBF hat den Preis mit insgesamt 10 Millionen Euro dotiert. Die elf Preisträger stammen aus sieben Nationen. Ihr Forschungsspektrum reicht von der Astrophysik über die Ägyptologie und Psychologie bis hin zur Klimaforschung. Zwei ausgezeichnete deutsche Nachwuchswissenschaftler kehren aus den USA zurück. Der Preis ist nach der russischen Mathematikerin Sofja Kovalevskaja (1850-1891) benannt, die als eine der ersten Frauen in Europa einen Lehrstuhl innehatte.

Catenhusen bezeichnete den im Jahr 2002 vom BMBF gestifteten Preis als ein wichtiges Element in der Internationalisierungsstrategie für die deutsche Hochschullandschaft. Die von der Alexander von Humboldt Stiftung (AvH) vergebene Auszeichnung sei mit bis zu 1,2 Millionen Euro pro Preisträger einer der höchstdotierten Wissenschaftspreise in der Bundesrepublik. Der Präsident der AvH Wolfgang Frühwald hob die Signalwirkung des Preises hervor. „Das Sofja Kovalevskaja-Programm und die Exzellenz der deutschen Forschungsinstitute sind die Gründe dafür, dass sich die Elite von morgen für Deutschland entscheidet.“ Die Preisträger könnten damit an ihren Gastinstituten in Deutschland eigene Forschungsgruppen einrichten und vier Jahre lang weitgehend frei von administrativen Zwängen arbeiten.

Mit dieser Förderung gewinne Deutschland langfristig das Personal für herausragende Forschungsleistungen, sagte Catenhusen. So seien von den 29 Preisträgern der ersten Verleihung des Sofja Kovalevskaja-Preises aus dem Jahr 2002 inzwischen 19 dauerhaft in Deutschland beschäftigt.

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