Preisverleihung 2003 an junge europäische Wissenschaftler

Ob Sie nun an High-Fidelity-Plasmalautsprechern, einem 40-Euro Rastertunnelmikroskop mit Nanotechnologie-Anwendungen oder am Einsatz der Gentechnologie zur Bestimmung des intrazellulären pH interessiert sind, sie brauchen sich nur die drei ersten Preisträger des diesjährigen europäischen Wettbewerbs für junge Wissenschaftler anzuschauen. Gestern verlieh die Europäische Kommission in Budapest den Preis an zwei junge deutsche Wissenschaftler und einen ungarischen Forscher. Aber auch Wettbewerbsteilnehmer aus verschiedenen anderen Ländern (der Tschechischen Republik, Polen, den Niederlanden, Russland und der Schweiz) haben zweite und dritte Preise auf ganz unterschiedlichen Gebieten gewonnen, wie Informatik, Biologie, Chemie, Mathematik und Physik.

„Wie die neuesten Eurobarometer-Umfragen zeigen, stehen die Naturwissenschaften nicht immer ganz oben auf der Wunschliste junger Europäer, wenn es um die Studienwahl oder die Karriereplanung geht“, erklärte Philippe Busquin, in der Kommission für Forschung zuständig. „Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit Europas fördern und unser Ziel erreichen wollen, die Forschungsausgaben in Europa auf 3 % unseres durchschnittlichen BIP anzuheben, müssen wir die Abwanderung von Wissenschaftlern stoppen, die europaweite Mobilität der Forscher erleichtern und die Zahl der jungen Absolventen in Europa erhöhen. Der europäische Wettbewerb für junge Wissenschaftler soll junge Menschen ermutigen, neue, glänzende Ideen vorzubringen und die richtige Botschaft auszusenden: studiert Naturwissenschaften und Eure Anstrengungen werden belohnt.“

Wissenschaft macht Spaß

Einige junge Menschen mögen eine wissenschaftliche Karriere mit Verachtung von sich weisen, aber dies trifft nicht auf die 110 Nachwuchswissenschaftler zu, die diese Woche am 15. Europäischen Wettbewerb für junge Wissenschaftler in Budapest teilgenommen haben. Sie haben herausgefunden, dass Wissenschaft Spaß machen kann – und in vielerlei Hinsicht lohnenswert ist. Vom 20.-26. September 2003 konkurrierten einige der vielversprechendsten jungen wissenschaftlichen Talente aus ganz Europa um neun Preise im Wert von insgesamt €28 5000, die gestern in einer Feierstunde im ungarischen Parlament in Budapest von der Europäischen Kommission verliehen worden sind. Eine internationale Jury bestehend aus 12 Experten entschied über die Gewinner.

Künftige Nobelpreisträger?

Die Teilnehmer im Alter von 15 bis 20 Jahren vertraten 37 europäische Länder – sowie China, Japan, Korea und die USA – und stellten 75 Gewinnerprojekte der nationalen Wettbewerbe vor, die ein breites Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen abdeckten. Auch hatten sie Gelegenheit, die Nobelpreisträger Ivar Giaever und Sir Harry Kroto zu treffen. Für die Gewinner der verschiedenen Preise könnte sich der Wettbewerb auch als Sprungbrett für eine künftige Karriere in der Wissenschaft erweisen.

Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog

Als Teil des EU-Programms Wissenschaft und Gesellschaft besteht das Ziel der jährlich stattfindenden Veranstaltung in der Ermutigung junger Menschen, ihrem wissenschaftlichen Interesse nachzugehen und wissenschaftliche Karrieren zu beginnen. In der heutigen wissensbasierten Gesellschaft ist es für die Zukunft Europas entscheidend, dass wir auch weiterhin an einer dynamischen europäischen Forschungsgemeinschaft arbeiten. Und deshalb ist es ebenfalls unerlässlich, dass Nachwuchswissenschaftler, wie die Teilnehmer des EU-Wettbewerbs, ihr Interesse zur Karriere machen.

75 Projekte im Wettbewerb

Die 75 für den Wettbewerb eingereichten Projekte deckten eine große Bandbreite wissenschaftlicher Disziplinen ab – von Technik und Umwelt bis hin zu Medizin, Chemie, Biologie, Geologie, Mathematik und Sozialwissenschaften. Das Niveau der Teilnehmer ist stets hoch, so dass verschiedene Projekte in der Vergangenheit zu wissenschaftlichen Durchbrüchen oder zur Gründung neuer Unternehmen geführt haben. So bietet die Veranstaltung eine einzigartige Gelegenheit, die besten wissenschaftlichen Leistungen europäischer Schüler und junger Studenten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

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