Innovationen und Zukunftstechnologien für den Mittelstand – Bilanz des Förderprogramms PRO INNO

Innovationen und Zukunftstechnologien für den Mittelstand – Bilanz des Förderprogramms PRO INNO für das Jahr 2002

Das bundesweite technologieübergreifende Förderprogramm „Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit wurde im Jahr 2002 erfolgreich weitergeführt. PRO INNO stärkt die Innovationskompetenz der mittelständischen Wirtschaft durch Förderung von FuE-Kooperationsprojekten und erbringt damit einen wichtigen Beitrag zur in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung angekündigten Initiative „Innovation und Zukunftstechnologien im Mittelstand“. Durch gemeinsame Projekte und Personalaustausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen wird unmittelbarer Technologietransfer praktiziert, moderne Technologien werden für den Mittelstand erschlossen. In der Bilanz für das Jahr 2002 sind die mit den PRO INNO-Projekten erreichten Resultate und die Entwicklungen im Programm ausführlich dargestellt. Hier eine kurze Zusammenfassung:

1. Im Jahr 2002 konnten 1.491 Anträge von kleinen und mittleren Unternehmen und Forschungseinrichtungen neu bewilligt und 120 Mio. ? an Fördermitteln zur Verfügung gestellt werden. Dies unterstreicht die Bedeutung und Breitenwirksamkeit des Programms. Die hohe Nachfrage aus der mittelständischen Wirtschaft hält unvermindert an. Von den ausgezahlten Mitteln gingen 84% an KMU und 16% an Forschungseinrichtungen.

2. Allein 962 neue KMU haben in 2002 mit Unterstützung des Programms PRO INNO erstmals ihre Innovationsfähigkeit ausgebaut. Die dargestellten Förderbeispiele verdeutlichen die hohen technologischen Ansprüche, die thematische Bandbreite und die wirtschaftliche Orientierung der geförderten Projekte.

3. Als ein wesentliches gesamtwirtschaftliches Ergebnis kann der Beschäftigungsbeitrag der im Rahmen von PRO INNO geförderten Projekte gewertet werden. 2002 arbeiteten 11.500 Personen ganz oder zeitweilig an den Förderprojekten. Das entspricht 6.750 vollbeschäftigten Personen für FuE. Davon waren 10% projektbegründete Neueinstellungen.

4. Ein besonderes Merkmal der PRO INNO-Projekte ist die Marktorientierung. Dementsprechend resultieren aus den Projekten zwei Jahre nach FuE-Abschluss und Markteinführung der neuen Produkte durchschnittlich acht neugeschaffene oder erhaltene Arbeitsplätze in den nachfolgenden Produktionsstufen. Bei 2.600 laufenden Vorhaben in 2002 ergibt sich ein direkter Effekt von 20.800 Arbeitsplätzen in der mittelständischen Wirtschaft.

5. PRO INNO hat weiterhin eine große Bedeutung für den Umstrukturierungs- und Aufholprozess in den neuen Bundesländern. 60% der Fördermittel entfielen wie schon in den Vorjahren auf diese Region. Sachsen bleibt Spitzenreiter unter allen Bundesländern bei der Nutzung von PRO INNO.

6. Der Anteil der Kooperationen von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen hat sich in 2002 bei rund 50% stabilisiert. Durch die Zusammenarbeit von KMU und Forschungseinrichtungen wird nachfrageorientierter direkter Technologietransfer in die Wirtschaft betrieben und die stärkere Marktorientierung der deutschen Forschung vorangetrieben. Die Breite der Forschungseinrichtungen hat in 2002 zugenommen.

Media Contact

BMWI Pressestelle

Weitere Informationen:

http://www.bmwi.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Was die Körnchen im Kern zusammenhält

Gerüst von Proteinflecken im Zellkern nach 100 Jahren identifiziert. Nuclear Speckles sind winzige Zusammenballungen von Proteinen im Kern der Zelle, die an der Verarbeitung genetischer Information beteiligt sind. Berliner Forschende…

Immunologie – Damit Viren nicht unter die Haut gehen

Ein Team um den LMU-Forscher Veit Hornung hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem Hautzellen Viren erkennen und Entzündungen in Gang setzen. Entscheidend für die Erkennung ist eine typische Struktur der…

Kleine Moleküle steuern bakterielle Resistenz gegen Antibiotika

Sie haben die Medizin revolutioniert: Antibiotika. Durch ihren Einsatz können Infektionskrankheiten, wie Cholera, besser behandelt werden. Doch entwickeln die krankmachenden Erreger zunehmend Resistenzen gegen die angewandten Mittel. Nun sind Wissenschaftlerinnen…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close