Forschung in den Genen

Der Wittener Student Michael Roßbach wurde für seine Arbeiten über Biosensoren zur Krebs-Früherkennung mit dem Förderpreis der Familie-Klee-Stiftung ausgezeichnet.

Gibt es Menschen, die die Begabung zum Forschen und Entdecken im Blut haben? Bei Michael Roßbach muss man diesen Eindruck einfach gewinnen. Der 24 Jahre alte Student der Biowissenschaften an der privaten Universität Witten/Herdecke hat für seine Forschungen bereits in der Jugend zahlreiche Preise gesammelt. Seine neueste Auszeichnung: Die Studienstiftung des deutschen Volkes überreichte ihm den Förderpreis 2002 der Familie-Klee-Stiftung „für herausragende Leistungen im Bereich der medizintechnischen Wissenschaften“. Hinter dieser Formulierung verbergen sich Roßbachs Arbeiten an einem zukunftsweisenden Projekt: Im Rahmen eines Stipendiums an der University of New South Wales (UNSW) in Sydney, Australien, hat Michael Roßbach an der Entwicklung von Biosensoren für genetische Mutationen mitgearbeitet. Die Sensoren sind in der Lage, genetische Veränderungen in menschlichen Zellen, wie sie zum Beispiel bei Krebs auftreten, bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Inzwischen läuft für diese Erfindung das Patentverfahren in den USA. Roßbachs Forschertrieb brach früh aus: „Mit acht Jahren bekam ich von meinen Eltern einen Chemiebaukasten geschenkt“, erinnert er sich. Daraus wurde bald ein kleines Labor, das zur Beruhigung der besorgten Eltern zunächst im Gartenhaus untergebracht wurde. Vier Jahre später nahm der Gymnasiast aus Wissen in Rheinland-Pfalz erstmals am Landeswettbewerb Jugend forscht teil, untersuchte den Wassertransport in Moospflanzen. Ein Sonderpreis war die Folge – die erste von vielen Auszeichnungen. Da wundert es nicht, dass Industrie und Wissenschaft bald auf den jungen Forscher aufmerksam wurden: Der Laborausrüster Eppendorf AG finanzierte ihm ein medizinisch-biologisches Labor, und das Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) lud ihn zu mehreren Forschungsreisen in die Arktis ein. Seit Oktober 2001 studiert Michael Roßbach Biowissenschaften an der privaten Universität Witten/Herdecke. Hier will er im nächsten Jahr – nach einem weiteren Aufenthalt in Sydney – sein Diplom ablegen. Und danach? „Noch ist nichts entschieden“, meint Michael Roßbach. Eine Promotion könnte sich der junge Forscher sowohl in Sydney als auch an der renommierten Harvard-Universität vorstellen. Kontakt: Michael Roßbach, Tel: 0171/4520282

Media Contact

Christiane Bensch idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Neue Simulationsmöglichkeiten für strömungs- und energietechnische Untersuchungen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden hat seine Simulationsmöglichkeiten am Standort erweitert, um strömungs- und energietechnische Vorgänge in Materialien noch besser untersuchen zu können. Durch die…

Messung der Trackingreichweite bei VR-Trackingsystemen

Head-Mounted Displays Für die Analyse wurde die Trackingreichweite der Trackingsysteme bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemessen und verglichen. Im Rahmen des Projekts Applikationszentrum V/AR stellt das Virtual Dimension Center (VDC) jetzt seine…

Der Nordatlantik verändert sich, aber die Zirkulation ist stabil

Neue Studie zeigt Kontrast zwischen Ozean-Eigenschaften und Strömungen. Im Zuge des Klimawandels verändern sich auch Eigenschaften des Nordatlantiks wie Sauerstoffgehalte, Temperaturen oder Salzgehalte – und zwar bis in große Tiefen….

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close